700 Millionen Euro: René Benko wird zur Kasse gebeten

Der Staatsfonds von Abu Dhabi, Mubadala, hat gegen den österreichischen Investor René Benko geklagt und vor Gericht Recht erhalten. Das Urteil: Dem Staatsfonds werden über 700 Millionen Euro zugesprochen. Zahlen muss vor allem die Laura Privatstiftung der Benkos. Dies berichtet die «Kronen Zeitung» am Dienstag. Laut der Zeitung verfügen die Gesellschaften der Signa-Gruppe über keine nennenswerten Mittel mehr. Deshalb werde nun auf die Mittel der Privatstiftung zurückgegriffen. 

Alles begann 2018, als eine österreichische Delegation unter dem damaligen Bundeskanzler Sebastian Kurz nach Abu Dhabi reiste. Mit von der Partie war René Benko, der im arabischen Raum wichtige Verbindungen zu schwerreichen Geldgebern knüpfen wollte. Vor allem zum Staatsfonds Mubadala.

Mehrere Gesellschaften des Staatsfonds investierten in der Folge mehr als 700 Millionen Euro in die Signa-Gruppe. Die Scheichs gelangten nach der Pleite der Signa-Gruppa ans Internationale Schiedsgericht ICC, das laut der «Bild» im Jahr 2025 in Zürich und Genf hinter verschlossenen Türen verhandelte. Der Vorwurf der Abu Dhabis lautete auf Verletzung von Finanzierungsvereinbarungen durch Signa Holding, Signa Prime, Signa Development, Familie Benko Privatstiftung, Laura Privatstiftung und René Benko selbst. 

Nun wurde das Urteil den Beklagten zugestellt: Demnach erhielt Mubadala etwas mehr als 700 Millionen Euro zugesprochen.