Bellevue Group immer noch auf Schrumpfkurs

Der auf den Healthcare-Sektor spezialisierte Asset Manager Bellevue Group hat 2025 einen Konzerngewinn von 1,9 Millionen Franken erzielt, nach 9,2 Millionen im Vorjahr. Durch die unterdurchschnittliche Entwicklung der Gesundheitsbranche, die Abwertung des Dollars und Abflüsse von Mitteln sind die verwalteten Kundenvermögen im Jahresverlauf um 9 Prozent auf 5,3 Milliarden Franken geschrumpft, wie der Medienmitteilung vom Dienstag zu entnehmen ist.

Da die durchschnittliche Vermögensbasis 23 Prozent tiefer als im Vorjahr lag, reduzierten sich die Erträge um 25 Prozent auf 52,6 Millionen Franken. Immerhin konnte auch der Geschäftsaufwand kräftig reduziert werden; er liegt mit 49,1 Millionen Franken 16 Prozent tiefer als 2024.

«Stabilisierungstendenzen gegen Jahresende»

Der Verwaltungsrat wird der Generalversammlung vom 24. März eine Dividende von 0.15 Franken pro Aktie beantragen.

Veit de Maddalena, exekutiver Verwaltungsratspräsident der Bellevue Group, kommentiert das Jahresergebnis folgendermassen: «2025 war für die Bellevue Group ein ausserordentlich anspruchsvolles Jahr. Das Ergebnis widerspiegelt insbesondere die Schwäche des Healthcare-Sektors im 1. Halbjahr, geprägt durch Unsicherheiten rund um Medikamentenpreise in den USA, Zollthemen, Patentabläufe sowie die deutliche Abwertung des US-Dollars gegenüber dem Schweizer Franken. Stabilisierungstendenzen zeigten sich erst gegen Jahresende. Vor dem Hintergrund haben wir das Geschäftsmodell konsequent auf unsere Kernkompetenzen fokussiert und die Kostenbasis gesenkt.» 

 

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