Finma hat mehr Enforcement-Verfahren abgeschlossen

Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) hat im vergangenen Jahr den Fokus auf die Früherkennung von steigenden Risiken bei den Beaufsichtigten gelegt, schreibt die Aufsicht am Dienstagin ihrer Mitteilung zur Jahresmedienkonferenz. Man habe die «proportionale und risikobasierte Aufsicht» konsequent umgesetzt und die Resilienz der beaufsichtigten Institute gestärkt, heisst es weiter.

2025 führte die Behörde 113 Vor-Ort-Kontrollen bei Banken durch, 43 bei Versicherungen und 20 im Bereich Asset Management. Diese Zahlen liegen in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Die Kontrollen hätten mehrheitlich bei den grösseren Finanzinstituten stattgefunden. So hat es bei der Grossbank UBS insgesamt 42 Vor-Ort-Kontrollen gegeben.

Proportionaler Aufsichtsansatz

Die Vor-Ort-Kontrollen fanden gemäss dem proportionalen Aufsichtsansatz mehrheitlich bei Instituten der Aufsichtskategorien 1 bis 3 statt, betont die Behörde. Die Aufsicht über kleinere Institute oder solche mit einem erwiesenermassen geringeren Risiko erfolge überwiegend datenbasiert.

2025 hat die Finma 55 Enforcement-Verfahren abgeschlossen, nach 38 im Jahr 2024. Diese hätten sich über verschiedene Aufsichtsbereiche und Institutskategorien hinweg erstreckt. Die Finma verweist auf die momentan «sehr eingeschränkten gesetzlichen Voraussetzungen für eine aktive Kommunikation». In diesen Fällen sein diese nicht erfüllt gewesen oder die Finma wurde gerichtlich daran gehindert zu kommunizieren, wie es weiter heisst.

Zudem seien rund 450 Abklärungen gegen potenziell unerlaubt tätige Unternehmen und Personen erfolgt. Die Finma nahm mehr als 300 Einträge auf der Warnliste vor potenziell unerlaubt tätigen Finanzmarktanbietern vor. Das stelle einen Höchstwert dar.

Mehr Vollzeitstellen

Der Personalbestand der Aufsichtsbehörde wurde aufgestockt. Die Zahl der unbefristeten Vollzeitstellen lag 2025 im Durchschnitt bei 617 gegenüber 554 im Vorjahr.
Die Finma verweist dabei auf die «vertiefte und frühzeitige Aufsicht über den Finanzmarkt», sowie auf neue Aufgaben. Seit 2024 beaufsichtige sie auch rund 10'000 Versicherungsvermittler. Auch künftig werde der Personalbestand jedoch «dreistellig» bleiben, versichert die Behörde.

Die Betriebskosten stiegen auf 172 Millionen Franken von 154 Millionen im Vorjahr. Der Gesamtaufwand wird mit Gebührenerträgen und Aufsichtsabgaben der Beaufsichtigten gedeckt.