Mobimo verbucht hohe Bewertungsgewinne

Die Luzerner Mobimo hat im ersten Halbjahr 2026 an den Schwung des Vorjahres angeknüpft. Der Mietertrag stieg um 2,2 Prozent auf 74,2 Millionen Franken, das Betriebsergebnis (EBIT) inklusive Neubewertung von Bestandsimmobilien kletterte auf 166,4 Millionen Franken nach 144,5 Millionen im Vorjahr.

Unter dem Strich resultierte ein Unternehmensgewinn von 126,8 Millionen Franken. Das Immobilienportfolio ist zur Jahresmitte auf 4,3 Milliarden Franken gewachsen. Finanziell bleibt Mobimo solide unterwegs: Die Eigenkapitalquote liegt bei 47,7 Prozent, der EPRA-Loan-to-Value bei 43,6 Prozent.

Neubewertungen schenkten ein

Diese Halbjahreszahlen gaben CEO Daniel Ducrey und CFO Jörg Brunner am Freitagmorgen bekannt.

Getragen wird der Gewinnsprung von den Folgen der Neubewertungen, die auf 97,2 Millionen Franken anschwollen (Vorjahr 71,6 Millionen). Rechnet man diesen Buchgewinn heraus, sinkt der Gewinn auf 47,9 Millionen Franken – ein Minus von 6,9 Prozent. Auch das operative EBIT lag mit 69,2 Millionen unter dem Vorjahreswert von 73,0 Millionen.

Büroturm füllt sich

Das Promotionsgeschäft mit Entwicklung und Verkauf steuerte 19,5 Millionen Franken bei, nach 24,6 Millionen im Vorjahr. Für das zweite Halbjahr rechnet Mobimo mit einer Normalisierung; im Gesamtjahr soll das Ergebnis im Rahmen des langjährigen Durchschnitts liegen.

Fortschritte meldet der Konzern beim Office Tower in Zürich-West: 12 der 16 Geschosse sind vermietet oder reserviert, die obersten drei Etagen gingen per 1. Juli an ein internationales IT-Unternehmen. Nach der Aufnahme des Turms in die Anlageliegenschaften stieg die Leerstandsquote im Portfolio leicht auf 4,3 Prozent.

Neuer Präsident, Zuversicht für das Gesamtjahr

Im Verwaltungsrat ist der seit Jahren geplante Erneuerungsprozess abgeschlossen. Markus Schürch löste Peter Schaub als Präsident ab, neu im Gremium ist zudem Sophie Dubuis.

Für 2026 zeigt sich Mobimo zuversichtlich, die kommunizierten Ziele zu erreichen: ein organisches Mietertragswachstum von rund 3 Prozent, ein Promotionsergebnis von mindestens 25 Millionen Franken sowie eine Leerstandsquote von rund 4 Prozent per Jahresende.