UBS Kids Cup: Der lange Weg zur Medaille
Als die UBS im Jahr 1981 (damals noch als Bankverein) zum Hauptsponsor von Weltklasse Zürich wurde, war Leichtathletik in der Schweiz eine Randnotiz mit diesem einen grossen Abend im Jahr.
Ein Jahr später kam Athletissima in Lausanne dazu, 2011 das Galà dei Castelli in Bellinzona.
Drei wichtige Säulen seit den 1980ern
Über vier Jahrzehnte hinweg hat die Bank damit die drei wichtigsten leichtathletischen Säulen mitgebaut. Dies ohne Unterbruch, über die wildesten Konjunkturzyklen, Führungswechsel und Fusionen hinweg.
2011 kam das untere Ende des Alterspektrums dazu. Mit dem UBS Kids Cup entstand ein Wettkampf für Kinder und Jugendliche von sieben bis fünfzehn Jahren, ausgetragen in Schulen, Vereinen und an Kantonalfinals bis hinauf zum Schweizer Final im Letzigrund.
140'000 Kinder pro Jahr
Seither wurden knapp zwei Millionen Teilnahmen registriert. Jedes Jahr erleben rund 140'000 Kinder ihren ersten Wettkampf. Für die meisten bleibt es dabei, für einige ist es aber erst der Anfang.
Die Bilanz der vergangenen anderthalb Jahrzehnte ist bemerkenswert. Seit dem Start des UBS Kids Cup gewannen Athletinnen und Athleten von Swiss Athletics 143 internationale Medaillen, 61 davon in der Elite und 82 im Nachwuchs.
Zahlreiche Medaillen
Zwölf Outdoor-Europameistertitel kamen hinzu, und allein zwischen 2016 und 2026 holte die Schweiz 31 Medaillen an Outdoor-Europameisterschaften.
Zum Vergleich: In den 80 Jahren zwischen der ersten EM 1934 und 2014 waren es deren 24 – wobei der Wettkampfkalender damals dünner war, die EM nur alle vier Jahre stattfand und Nachwuchs-Titelkämpfe wie die U18-EM erst 2016 eingeführt wurden.
Der Reiz des Engagements
Genau darin liegt der Reiz des Engagements: Die Zeitspanne zwischen dem ersten Sprint auf einer Kantonalfinal-Bahn und einer EM-Medaille beträgt zehn bis fünfzehn Jahre. Sie deckt sich mit keinem Sponsoring-Zyklus und mit keiner Marketingplanung. Wer Talentförderung ernst meint, muss finanzieren, bevor sich zeigt, ob es sich lohnt – und weiterfinanzieren, wenn es sich zeigt.
Simon Ehammer, Audrey Werro, Angelica Moser und Ditaji Kambundji sind heute die Gesichter dieser Entwicklung. Die Kinder, die in diesem Sommer im Letzigrund gesprungen, geworfen und gesprintet sind, werden es in den 2030er-Jahren sein – so ist zumindest zu hoffen.















