Avaloq: Dubai-Offensive nimmt Gestalt an

Aurora FundAdmin Limited nimmt ihr Geschäft in Dubai mit der Kernbankenplattform von Avaloq auf. Das haben die beiden Unternehmen am Donnerstag mitgeteilt

Gegründet wurde Aurora am 10. März dieses Jahres als neue Fondsadministrations-Einheit der BTA-Gruppe. Deren Kern, die unter der Ägide von Humberto Coelho aufgebaute BTA Finance Limited, ist bereits seit 2016 von der DFSA lizenziert und nutzt selber seit vergangenem September die cloudbasierte Plattform von Avaloq (finews berichtete).

Einsatz als Kernsystem

Nun zieht die Fondsadministration nach. Für das geplante Wachstum setzt Aurora FundAdmin auf die Multi-Entity-Single-Instance-Architektur von Avaloq. Damit lassen sich neue Gesellschaften und Märkte auf derselben Instanz aufschalten, ohne dass der Betrieb jedes Mal neu aufgebaut werden muss. Zielkunden sind zunächst Fonds mit Domizil im DIFC und im Abu Dhabi Global Market (ADGM); später will Aurora auch internationale Märkte bedienen.

Die Avaloq-Plattform wird das Kernsystem der neuen Firma. Sie soll die Fondsbuchhaltung automatisieren, die Berechnung und Validierung der Nettoinventarwerte übernehmen und Fondstransaktionen in Echtzeit verbuchen. Über die offene Architektur will Aurora zudem Depotbanken und Marktdatenanbieter anbinden.

«Automatisierung, Kontrolle, Datenkonsistenz»

«Wir wollen von Beginn weg ein starkes operatives Fundament aufbauen», wird Rohit D'Souza, Senior Executive Officer und Verwaltungsrat von Aurora FundAdmin, in der Mitteilung zitiert. Die Plattform biete «den Grad an Automatisierung, Kontrolle und Datenkonsistenz», den das Unternehmen für einen effizienten Betrieb brauche.

Avaloq bearbeitet die Region seit gut einem Jahr mit eigenen Leuten vor Ort. Im April 2025 eröffnete der Softwareanbieter ein Büro und berief Akash Anand zum Managing Director für den Nahen Osten, Afrika und Indien (finews berichtete). Zuvor hatte die Gruppe bereits die Emirates Investment Bank als Kundin gewonnen. Dubai ziehe weiterhin Finanzinstitute aus aller Welt an, sagt Anand. Gleichzeitig baue «eine neue Generation regionaler Akteure» das lokale Ökosystem aus.