Private Banking der ZKB: Neue Formation im obersten Segment
Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) organisiert ihr Private Banking im obersten Vermögenssegment neu. Der bisherige Bereich Key Clients wird per 1. Januar 2027 in zwei eigenständige Einheiten aufgeteilt: Key Clients sowie UHNWI, Philanthropy & Foundations. Die Bank begründete den Schritt am Mittwoch mit den unterschiedlichen Bedürfnissen der beiden Kundensegmente und deren starkem Wachstum.
Die Leitung der Key Clients übernimmt Roland Wamister. Er stösst von Lombard Odier zur ZKB, wo er seit 2024 ein Swiss Domestic Team in Zürich leitet. Den Bereich UHNWI, Philanthropy & Foundations führt künftig Victor Tusch, derzeit Leiter Key Clients.
Ammann geht nach 14 Jahren
Beide beerben Bruno Ammann, den bisherigen Leiter Key Clients, UHNWI & Philanthropy. Er hat Anfang Jahr entschieden, seine Führungsverantwortung per Ende 2026 abzugeben. Ammann hatte den Bereich Key Clients auf Anfang 2013 aufgebaut, als die ZKB erstmals eine eigene Abteilung für Kunden mit mehr als zehn Millionen Franken Anlagevermögen schuf (finews berichtete).
Tusch war an diesem Aufbau von Beginn weg beteiligt. Ab 2023 verantwortete er innerhalb des Bereichs die Key Clients als eigenes Segment. Er verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung im Kundengeschäft, einen Executive MBA der Universität St. Gallen und einen berufsbegleitend erworbenen Doktortitel der Middlesex University in London.
Zweite Runde bei der ZKB
Wamister arbeitete früher bereits über fünf Jahre für die ZKB, unter anderem als Leiter Segments Management und Marketing im Private Banking, als Leiter Private Clients im Private Banking International und zuletzt als Verantwortlicher für das Marktgebiet Zürichsee.
Davor war er in Führungsfunktionen bei UBS und Credit Suisse tätig, zunächst an der Kundenfront, später schweizweit für Sales- und Segmentsmanagement sowie Wealth Planning und Investment Consulting. Er hat einen Master in Wirtschaftswissenschaften der Universität Bern und einen Executive MBA der Universität Zürich.
«Die neue Struktur ermöglicht uns, den Wachstumskurs im Private Banking konsequent fortzusetzen», wird Florence Schnydrig Moser, Leiterin Private Banking der ZKB, in der Mitteilung zitiert. Mit Tusch ergänze ein sehr erfahrener Private Banker aus den eigenen Reihen ihr Führungsteam; Wamister kenne die Bank «bereits aus seiner früheren Tätigkeit bestens».
Über 90 Milliarden im Private Banking
Die Neuorganisation folgt auf Jahre hohen Wachstums. Mit über 90 Milliarden Franken an verwalteten Vermögen zählte das Private Banking der ZKB bereits im letzten Herbst zu den zehn grössten Anbietern der Schweiz, wie Schnydrig Moser im Interview mit finews darlegte. Zwischenzeitlich ist es ausweislich des Halbjahresabschlusses auf 105 Milliarden Franken weiter angewachsen.
Die Aufteilung des Bereichs Key Clients ist der nächste Schritt in einem laufenden Umbau. Bereits im Februar 2025 hatte die Bank ihre Organisation neu auf die Einheiten Privatkunden, Private Banking, Firmenkunden und Institutionelle ausgerichtet.
Im Private Banking betreut die ZKB in der Regel Kunden mit einem investierbaren Vermögen ab einer Million Franken.














