Blancpain pflegt seine Tiefsee-Wurzeln

Die zur Swatch Group gehörende Uhrenmanufaktur Blancpain legt zum 70-Jahr-Jubiläum ihrer Bathyscaphe eine Sonderserie auf. Als Vorbild dient ein Modell aus dem Jahr 1968. Die Auflage der neuen Fifty Fathoms Bathyscaphe ist auf 300 einzeln nummerierte Exemplare beschränkt. Der Preis beträgt 13'800 Franken.

Die Bathyscaphe ist der zivile Ableger der Taucheruhr Fifty Fathoms, die 1953 als robustes Profi-Instrument erschien. 1956 kam die kompaktere, alltagstauglichere Bathyscaphe dazu. Gedacht war sie nicht für Militär und Berufstaucher, sondern für die neue Generation der Freizeittaucher.

Ein Name aus der Tiefsee

Der Name verweist auf das Tiefseetauchboot des Schweizer Physikers Auguste Piccard, das dieser in den 1940er-Jahren für Rekordtauchgänge in die grössten Meerestiefen entwarf. Es handelt sich um ein Kunstwort, in dem sich die altgriechischen Ausdrücke für «tief» und für «Schiff» («skáphos») verbinden.

Schon 1953 sicherte sich der damalige Blancpain-Chef Jean-Jacques Fiechter – selbst passionierter Taucher und Schöpfer der Fifty Fathoms – den Namen beim Handelsregister.

CEO Marc A. Hayek ordnet die Modellfamilie so ein: «Die Fifty Fathoms ist nicht bloss ein Modell, sondern eine Familie. Und ein wichtiges Mitglied dieser Familie ist die Bathyscaphe.»

Vintage aussen, Hightech innen

Optisch bleibt die Neuauflage nah am Original: 37,4 Millimeter Edelstahlgehäuse, ein sonnenschliff-graues «Meteor»-Zifferblatt sowie Baton-Zeiger und -Indizes mit vintage-getönter Super-LumiNova. Die Lünette trägt neu ein schwarzes Keramik-Inlay statt des früheren Hesalith-Materials. Dazu kommt ein handgenähtes Band aus schokoladenbraunem Kalbsleder.

Im Innern steckt hingegen aktuelle Technik. Das Manufakturkaliber 1150 bietet 100 Stunden Gangreserve und eine antimagnetische Silizium-Spiralfeder. Durch den Saphirboden zeigt sich ein offener 18-Karat-Goldrotor. Die Uhr ist bis 300 Meter wasserdicht und wird einzeln nummeriert im Peli-Koffer ausgeliefert.