Glarner Kantonalbank muss Gewinnrückgang verbuchen

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) hat 2025 einen Reingewinn von 21,8 Millionen Franken erzielt. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Rückgang um 10 Prozent. Ebenso gross war der Rückgang beim Geschäftserfolg, der 25,9 Millionen Franken betrug, wie die Bank am Donnerstag mitteilt.

Die GLKB spricht von einem «guten Ergebnis». Nach einem herausfordernden ersten Halbjahr habe man das Ergebnis in der zweiten Jahreshälfte massgeblich steigern können.

Tieferer Zins-Erfolg

Der Netto-Erfolg im wichtigen Zinsgeschäft ging um 8,7 Prozent auf 53,4 Millionen Franken zurück. Derweil stiegen die Hypothekarforderungen im Verlauf des Jahres um 2,5 Prozent auf 6,18 Milliarden Franken.

Die GLKB verweist zudem auf die Bildung vorsorglicher Wertberichtigungen für inhärente Ausfallrisiken. Die 2021 gestartete Initialäufnung sei per Ende 2025 abgeschlossen worden. Die für solchen Risiken gebildeten Wertberichtigungen belaufen sich nun auf 15 Millionen Franken und stärken damit die Resilienz der Bank.

Andere Bereiche positiv

Im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft verbesserte sich der Erfolg um 3,1 Prozent auf 17,9 Millionen Franken. Beigetragen haben hier das Anlagegeschäft dank höherer Kundenaktivitäten sowie die Zunahme der verwalteten Vermögen. Zudem hätten sich der Kommissionsertrag aus dem Kreditgeschäft und auch das übrige Dienstleistungsgeschäft erfreulich entwickelt. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft wuchs mit rund 14 Prozent auf 18,8 Millionen Franken deutlich.

Die Bank erwirtschaftete im vergangenen Jahr insgesamt einen Betriebsertrag von 95,8 Millionen Franken. Dieser liegt um 2,7 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Der Geschäftszweig «Bitubi», der Dienstleistungen im Bereich von Kreditgeschäften oder der Software-Lizenzierung anbietet, habe sich 2025 erfreulich entwickelt. Das Wachstum betrug 10 Prozent auf 0,8 Millionen Franken.

Ausserordentliche Ausgaben für das ESAF

Der Geschäftsaufwand ging um 0,6 Prozent auf 64,4 Millionen Franken zurück. Der Personalaufwand bleibt stabil, und der Sachaufwand sank um 0,4 Prozent. Auf der Aufwandseite haben die ausserordentlichen Ausgaben für das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest (ESAF) Glarnerland+ wie auch wichtige Investitionen in die IT-Sicherheit zu Buche geschlagen, wie es weiter heisst. Die reduzierte Abgeltung für die Staatsgarantie wirkte sich hingegen positiv aus.

Die Dividende bleibt mit 1.00 Franken pro Aktie unverändert. An die öffentliche Hand fliessen mit der Abgeltung für die Staatsgarantie, den Steuern und der beantragten Dividendenausschüttung 13 Millionen Franken.