Zürcher Genossenschaftsbank drosselt das Kreditwachstum

Der Reigen der Abschlüsse der Regionalbanken führt vor Augen, wie viele Institute dieser Kategorie es hierzulande immer noch gibt. Bereits bekannt sind etwa die Jahresergebnisse der Saanen Bank, der Spar- und Leihkasse Bucheggberg, der Alpha Rheintal Bank, der Acrevis Bank, der Regiobank Männedorf (die von Acrevis übernommen wird), der Bank Avera, der Ersparniskasse Rüeggisberg, der Clientis Sparcassa 1816, der Bank Brienz Oberhasli, der Ersparniskasse Affoltern i.E. und der Bank Zimmerberg (ohne Anspruch auf Vollständigkeit).

Die Bank BSU hat ihren Geschäftserfolg und den Gewinn 2025 gemäss der Mitteilung vom Donnerstag markant steigern können. Der Geschäftserfolg belief sich auf 2,18 Millionen Franken, eine Zunahme von 0,7 Millionen Franken zum Vorjahr. Der Jahresgewinn liegt mit 1,76 Millionen Franken 48,2 Prozent über Vorjahr.

Ansprechendes Ergebnis in der Hauptsparte

Die Veränderungen in den drei Sparten fallen allerdings deutlich weniger spektakulär aus.

Im Zinsgeschäft, dem wichtigsten Ertragspfeiler, steigerten die Ustermer den Nettoerfolg um 4,1 Prozent auf 11,02 Millionen Franken. Im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft nahm der Erfolg von 1,59 auf 1,64 Millionen Franken zu. Und im Handelsgeschäft resultierte unter dem Strich das gleiche Resultat wie im Vorjahr (0,40 Millionen Franken).

Sonderfaktor Wertberichtigungen

Die kleine Reduktion des Geschäftsaufwands von 10,75 auf 10,65 Millionen Franken vermag den Gewinnsprung ebenfalls nicht zu erklären. Ein wichtiger Faktor war der Posten «Wertberichtigungen auf Beteiligungen sowie Abschreibungen auf Sachanlagen und immateriellen Werten». Hier wurden mit 0,82 Millionen 402'000 Franken weniger abgeschrieben als im Vorjahr, in dem Umbauten den Wert nach oben trieben.

Auffällig ist die Drosselung des Bilanzwachstums.

Kreditvergabe: Rentabilität vor Wachstum

Die Hypothekarforderungen gingen leicht zurück (auf 1,08 Milliarden Franken, –0,5 Prozent), die Bilanzsumme ebenfalls (auf 1,20 Milliarden Franken, –1,3 Prozent). Die Genossenschaftsbank begründet dies damit, dass im Rahmen der 2024 beschlossenen Strategie «der Rentabilität des Kreditportfolios gegenüber dem reinen Wachstum die höhere Priorität eingeräumt wurde». Dagegen nahmen die Kundeneinlagen von 721,3 Millionen auf 732 Millionen Franken zu.

Damian Lanter, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Bank BSU, ordnet das Ergebnis folgendermassen ein.«Die im Vorjahr beschlossenen strategischen Anpassungen haben 2025 Wirkung gezeigt: Trotz eines herausfordernden Zinsumfelds konnten wir unsere Ertragskraft deutlich steigern und ein erfreuliches Jahresergebnis erzielen.»