Zinssenkungen lasten auf Ergebnis der Bank Zimmerberg

Auch die Bank Zimmerberg in Horgen bekam die Zinssenkungen der Schweizerischen Nationalbank zu spüren: Insgesamt erwirtschaftete die regional verankerte Bank einen Geschäftserfolg von 4 Millionen Franken nach 7 Millionen Franken im Jahr zuvor, wie das Institut in einer Mitteilung vom Mittwoch bekannt gibt. Der Jahresgewinn belief sich auf 3,2 Millionen Franken und lag damit leicht unter dem Vorjahreswert von 3,4 Millionen Franken.

«Auch in Zeiten der anhaltenden Nullzinspolitik der Schweizerischen Nationalbank SNB ist es uns gelungen, dank eines breit abgestützten Geschäftsmodells Marktanteile zu gewinnen und erfolgreich zu wachsen», kommentiert Oliver Jaussi, CEO der Bank Zimmerberg, das Ergebnis. «Insbesondere im Bereich der Vermögensverwaltung konnten wir starke Akzente setzen. Der hohen Dynamik in der Finanzdienstleistungsbranche begegnen wir mit ausgeprägter Kundennähe, Innovationskraft und Professionalität. Unsere Investitionen in zukunftsorientierte Lösungen, effiziente Prozesse und qualifizierte Mitarbeitende bilden dabei ein solides Fundament für weiteres Wachstum».

Hypotheken und Kundengelder legen zu

Die Bilanzsumme der Bank erhöhte sich im vergangenen Jahr um 5 Prozent auf 1,59 Milliarden Franken. Treiber waren unter anderem steigende Hypothekarforderungen, die auf 1,37 Milliarden Franken anwuchsen nach 1,31 Milliarden Franken im Vorjahr. Auch auf der Passivseite konnte das Institut zulegen. Die Kundengelder nahmen um 4,3 Prozent beziehungsweise um 46 Millionen Franken zu. Dies wertet die Bank als Ausdruck des anhaltenden Vertrauens ihrer Kundschaft.

Zinssenkungen belasten das Kerngeschäft

Der marktbedingte Rückgang des Erfolgs aus dem Zinsengeschäft konnte dank einem kontinuierlichem Wachstum sowie einer signifikanten Steigerung der Erträge im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft teilweise kompensiert werden, schreibt die Bank weiter. Die frühere und stärker als erwartet ausgefallene Zinssenkung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) belastete die Marge. Der Brutto-Erfolg im Zinsengeschäft sank im Jahresvergleich um 17,1 Prozent, während sich der Netto-Erfolg auf 14,4 Millionen Franken belief – ein Rückgang um 2,7 Millionen Franken.

Deutlich besser entwickelte sich das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft. Besonders im Wertschriften- und Anlagegeschäft stiegen die Erträge, wobei der Kommissionsertrag um 15,7 Prozent zulegte. Einen wichtigen Beitrag leisteten Vermögensverwaltungsmandate, deren Volumen im Berichtsjahr um mehr als 20 Prozent zunahm.

Investitionen in Personal und Infrastruktur

Trotz Investitionen blieb der Geschäftsaufwand mit 14,7 Millionen Franken stabil. Während der Sachaufwand um 4,7 Prozent reduziert werden konnte, stieg der Personalaufwand um 4,9 Prozent. Hintergrund sind unter anderem zusätzliche Stellen im Kundenservice sowie der Ausbau interner Funktionen. 

Zudem mietete die Bank zusätzliche Flächen in den Seehallen für die Abteilungen Kundenservice, Finanzen und Compliance. Parallel dazu wurden digitale Angebote weiterentwickelt, etwa durch eine vollständige Integration von Twint  sowie zusätzliche Funktionen im Digital Banking.

Strategischer Fokus auf Wachstum

Für das laufende Jahr rechnet die Bank mit weiterhin anspruchsvollen Rahmenbedingungen, darunter volatilen Finanzmärkten sowie einem unveränderten Leitzins der SNB.

«Mit einer starken Kapital- und einer breit abgestützter Ertragsbasis, klarer strategischer Ausrichtung, umsichtiger Kostensteuerung und einer konsequenten Fokussierung auf die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden wollen wir die Position als moderne, verlässliche und sichere Bank am Zürichsee weiter festigen», sagt CEO Jaussi. «Wir sind hervorragend aufgestellt, um die branchenweiten Herausforderungen im Banking erfolgreich zu meistern».