Lombard Odier: AuM erreichen Rekordstand 

Hubert Keller, Senior Managing Partner der Lombard Odier Gruppe spricht beim Call mit finews von einem «quite good year» und dies ist noch leicht untertrieben: 2025 war für Lombard Odier ein erfolgreiches Jahr. Und dies gleich in dreifacher Hinsicht. Zum einen konnte das Traditionshaus 2025 seinen neuen Konzernsitz in Bellevue bei Genf beziehen, zum anderen stieg der Unternehmensgewinn kräftig an und die verwalteten Vermögen erreichten Rekordstand. 

Einblicke in den neuen Hauptsitz von Lombard Odier in Bellevue bei Genf. (Bilder: zVg)

Der Reingewinn stieg gegenüber dem Vorjahr um 12 Prozent auf 200 Millionen Franken. Die Kundenvermögen der Gruppe beliefen sich auf 349 Milliarden Franken, was einem Wachstum von 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. 

Breite Diversifikation zahlt sich aus

Die verwalteten Vermögen (AuM) stiegen per Ende Dezember 2025 auf einen Rekordwert von 223 Milliarden Franken (gegenüber 215 Milliarden Franken per Ende Dezember 2024). Dieser Anstieg ist positive Nettoneugelder und eine starke Anlageperformance im obersten Quartil zurückzuführen. Lombard Odier macht keine detaillierten Angaben zum Wachstum in den verschiedenen Märkten. Laut Hubert Keller verlief dieses aber gesamthaft zufriedenstellend: «Wir sind sehr diversifiziert, das ist eine unserer Stärken.»

Die Bilanz von Lombard Odier belief sich per Ende Dezember 2025 auf insgesamt 15 Milliarden Franken. Die CET1-Quote der Gruppe beträgt 33 Prozent und liegt mehr als doppelt so hoch wie von den Aufsichtsbehörden vorgeschrieben.

Zuversichtlich trotz vielen Unsicherheiten 

Die Betriebskosten fielen höher aus, bereinigt um die ausserordentlichen Aufwendungen, die hauptsächlich durch den Umzug in die neue Konzernzentrale entstanden sind, blieb er stabil. Für Hubert Keller ist der Bau von Herzog & de Meuron ein Highlight – und dies nicht nur aus architektonischer Sicht. Erstmals seit Dekaden sei es dank dem Bau gelungen, sämtliche 2000 Mitarbeitenden im Raum Genf unter einem Dach zu vereinen. „Wir sehen mittlerweile, welch positiven Einfluss dies auf unsere Arbeit hat: Wir agieren viel effizienter. Es ist ein ganz anderes Klima entstanden. Was genauso wichtig ist, ist die äusserst positive Wirkung auf unsere Kunden.“

Für das laufende Jahr zeigt Hubert Keller trotz «signifikanten Risiken und Unsicherheiten» optimistisch. «Uns bietet sich die Gelegenheit, unsere Kunden sicher durch diese Phase zu bringen. Denn wenn es ihnen gut geht, geht es auch uns gut», sagt er. So einfach ist dies zuweilen.