Edmond de Rotschild: Verwaltungsrat «beobachtet Situation» rund um die Epstein-Dokumente
Ende Januar hatte die Veröffentlichung der sogenannten Epstein-Files durch das US-Justizministerium den jahrelang Kontakt zwischen Ariane de Rothschild, der Chefin der Genfer Privatbank Edmond de Rothschild (EdR), und dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein bekanntgemacht, wie auch finews berichtete.
Nun hat der Verwaltungsrat in einer Mitteilung dazu Stellung genommen, wie die Nachrichtenagentur «Reuters» berichtet: «Der Verwaltungsrat, der die Geschäftsleitung der Bank vertritt und dessen Vorsitz Yves Perrier innehat, hat sich organisiert, um die Situation unabhängig zu beobachten, zusätzlich zu den Arbeiten und Analysen, die von der Geschäftsleitung durchgeführt werden», heisst es in einem Schreiben vom Mittwochabend.
«Notwendige Massnahmen» ergriffen
Seit der Veröffentlichung der Dokumente durch das US-Justizministerium habe man «die notwendigen Massnahmen zum Schutz der Interessen der Kunden, Mitarbeiter und Aktionäre» ergriffen.
Ariane de Rothschild habe sich in dieser Woche schriftlich an die Kunden und Mitarbeiter der Bank gewandt, um ihnen die Stärke der Gruppe zu versichern, sagte ein Sprecher gegenüber Reuters. De Rothschild ist seit 2023 CEO der Bank.
Jahrelanger persönlichen Kontakt
Aus den im vergangenen Monat veröffentlichten Akten des US-Justizministeriums geht hervor, dass de Rothschild vor seiner Verhaftung im Jahr 2019 jahrelang persönlichen Kontakt mit Epstein unterhielt. Nach der Veröffentlichung der Akten hatte ein Sprecher der Bank gegenüber Reuters erklärt, dass Epstein von 2013 bis 2019 ein Geschäftspartner von de Rothschild gewesen sei.
De Rothschild habe keine Kenntnis von Epsteins Verhalten gehabt und «verurteilt sein Verhalten und die von ihm begangenen Verbrechen auf das Schärfste», hiess es in einer Stellungnahme.
Jahresabschluss auf der Zielgeraden
Die Bank teilte in ihrer Erklärung vom Mittwoch zudem mit, dass sie im Jahr 2026 bisher Nettozuflüsse von mehr als 5 Milliarden Schweizer Franken verzeichnet habe, wobei die Zuflüsse seit Januar «besonders stark» geblieben seien.
Man bereite sich darauf vor, in Kürze die Finanzergebnisse für 2025 bekannt zu geben, hiess es weiter.















