Julius Bär erreicht bei den verwalteten Vermögen einen Rekordwert

Die verwalteten Vermögen (AuM) bei Julius Bär erreichten per Ende April einen Rekordwert von 528 Milliarden Franken. Das ist rund 1 Prozent mehr als per Jahresende 2025. Dieses Wachstum sei einer positiven Marktperformance und Netto-Neugeldzuflüssen von 3,0 Milliarden zu verdanken, heisst es in einer Mitteilung vom Freitag.

Zusammen hätten diese beiden Faktoren den Negativeffekt der weiteren Aufwertung des Schweizer Franken mehr als wettgemacht, heisst es weiter.

Die durchschnittlichen monatlichen AuM stiegen auf  520 Milliarden Franken (2. Halbjahr 2025:  507 Milliarden). Die annualisierte Netto-Neugeldrate von 1,7 Prozent (2. Halbjahr 2025: 2,7 Prozent) war beeinflusst durch die fortgesetzte Umsetzung des umfassend überarbeiteten Risiko- und Compliance-Rahmens der Gruppe, die erhöhte Unsicherheit infolge des anhaltenden Nahost-Konflikts sowie eine Pause beim Releveraging durch Kunden, schreibt die Bank.

Stärkster Jahresauftakt in der Geschichte der Bank

«In den ersten vier Monaten des Jahres 2026 verzeichneten wir beim Betriebsertrag den stärksten Jahresauftakt in der Geschichte der Julius Bär Gruppe, während sich der operative Hebel weiter verbesserte», sagt CEO Stefan Bollinger. «Diese insgesamt starke Performance ist auf ein Rekordhoch bei den verwalteten Vermögen, eine ausserordentlich starke Kundenaktivität und anhaltende Kostendisziplin zurückzuführen.»

Die adjustierte Bruttomarge verbesserte sich um 10 Bp auf 90 Bp (2. Halbjahr 2025, zugrunde liegend: 80 Bp). Die aktivitätsabhängigen Erträge waren in den ersten drei Monaten des Jahres besonders stark, bevor sie im April merklich nachliessen, heisst es weiter.

Bei den wiederkehrenden Erträgen blieb die Bruttomarge in diesem Vergleich mit 37 Basispunkten stabil. Bei den zinsabhängigen Erträgen ging sie auf 23 Bp (2. Halbjahr 2025: 24 Bp) zurück. Die aktivitätsabhängigen Erträge verbesserten sich deutlich auf 29 Bp (2. Halbjahr 2025: 20 Bp).

Die die adjustierte Cost/Income Ratio verbesserte sich auf 62 Prozent von 67 Prozent im zweiten Halbjahr 2025.

Das Management rechnet derzeit nicht damit, dass das aussergewöhnlich hohe Niveau der Kundenaktivität des ersten Quartals 2026 in den kommenden Monaten erneut erreicht wird. Jedoch werde nach der starke Entwicklung in den ersten Monaten für das erste Halbjahr 2026 ein IFRS-Konzerngewinn erwartet, der «deutlich über demjenigen des ersten Halbjahres 2025 liegen dürfte».

Einschneidende Veränderungen in der Geschäftsleitung

Zudem gibt die Bank eine Verbreiterung der Geschäftsleitung bekannt. Neu wurden per Anfang Juni Thomas Frauenlob, Co-Head Region Western Markets & Switzerland, mit Sitz in Zürich, und Rajesh Manwani, Co-Head Global Products & Solutions, mit Sitz in Singapur, in die Geschäftsleitung berufen.

Diese Veränderung stärke die Geschäftsleitung weiter und gewährleiste ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Gruppenfunktionen sowie Kunden- und Produktvertretung, schreibt die Bank. Gleichzeitig reflektiert diese geänderte Zusammensetzung die klare Wachstumsausrichtung der Gruppe.

Demgegenüber wird die Funktion des Group General Counsel, die von Christoph Hiestand wahrgenommen wird, künftig nicht mehr Teil der Geschäftsleitung sein. Sie bleibe jedoch weiterhin direkt dem CEO unterstellt, ohne Änderung der Verantwortlichkeiten im Tagesgeschäft.