Mirabaud steigert Gewinn trotz Ertragsrückgang
Die Genfer Privatbank Mirabaud hat im Geschäftsjahr 2025 ihre Transformation weiter vorangetrieben und dabei die Profitabilität gesteigert. Der konsolidierte Reingewinn erhöhte sich um 10 Prozent auf 22,6 Millionen Franken, obwohl die Erträge gegenüber dem Vorjahr zurückgingen.
Der Rückgang der Gesamterträge auf 254,7 Millionen Franken (Vorjahr: 282,2 Millionen Franken) ist laut einer Mitteilung vom Freitag insbesondere auf die Einstellung des Brokerage-Geschäfts sowie auf eine deutlich niedrigere Zinsmarge zurückzuführen. Letztere fiel im Zuge sinkender Zinsen auf 28,9 Millionen Franken, nach 47,4 Millionen im Jahr zuvor.
Gleichzeitig konnte Mirabaud die Kostenbasis senken: Der Betriebsaufwand reduzierte sich auf 218,4 Millionen Franken (Vorjahr: 248,0 Millionen Franken), was insbesondere auf Effizienzmassnahmen und den Rückzug aus nicht strategischen Aktivitäten zurückzuführen ist.
Nächste Wachstumsphase einleiten
Strategisch setzt die Gruppe konsequent auf ihre Kernmärkte Schweiz, Europa, Naher Osten und Lateinamerika sowie auf Investitionen in Technologie und Personal. Diese Fokussierung spiegelt sich auch in der Entwicklung der verwalteten Vermögen wider: Mit 31,7 Milliarden Franken lagen diese leicht unter dem Vorjahr, was unter anderem auf gezielte Abflüsse aus nicht strategischen Mandaten zurückzuführen ist. Gleichzeitig verzeichnete Mirabaud positive Nettozuflüsse bei Privatkunden, unabhängigen Vermögensverwaltern sowie institutionellen Investoren, insbesondere im Asset Management.
Die Kapitalisierung bleibt ein zentraler Stabilitätsanker. Die Common Equity Tier 1-Quote (CET1) liegt bei starken 22,8 Prozent, während die Liquiditätsquote (LCR) mit 218 Prozent deutlich über regulatorischen Anforderungen liegt. Diese Kennzahlen unterstreichen die konservative Bilanzstruktur und die hohe Widerstandsfähigkeit des Geschäftsmodells.
Lionel Aeschlimann, Senior Managing Partner der Gruppe, betont: «In einem anspruchsvollen Marktumfeld hat Mirabaud ihre Transformation fortgesetzt, die Governance gestärkt und ihre Technologieinitiativen vorangetrieben. Diese Dynamik erlaubt es uns, eine neue Phase nachhaltigen Wachstums einzuleiten.»













