UBS gibt institutionellen Fonds-Investoren mehr Mitsprache

UBS Asset Management lanciert für seine Institutionellen Kunden das Angebot «UBS Client Voice». Damit soll die Möglichkeit geschaffen werden, dass sie im Einklang mit den Prioritäten ihrer Organisation oder Begünstigten Abstimmungspräferenzen für Generalversammlungen aussprechen können, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst.

Zunächst wird das Angebot für institutionelle Kundinnen und Kunden in der Schweiz eingeführt. Es sei skalierbar und könne im Laufe der Zeit auf weitere Fonds und Länder ausgeweitet werden, jeweils in Abhängigkeit der regulatorischen Bestimmungen.

Individuelle Richtlinien anwenden

Die Mehrheit der Fondsanlegenden in der Schweiz muss sich auf die Proxy-Voting-Policy ihrer Fondsverwaltung verlassen, schreibt die UBS weiter. Mit dem neuen Angebot könnten die institutionellen Kundinnen und Kunden, ihre eigenen individuellen Richtlinien auf all ihre Beteiligungen anwenden. Dabei können auch spezifische Abstimmungspräferenzen angegeben werden, bis hin zur Unternehmensebene für einzelne Traktanden von Generalversammlungen. Diese würden dann auf den jeweiligen Anteil an den Fondsbeständen angewendet.

«Stewardship-Standards haben sich ebenso weiterentwickelt wie die Nachfrage von Vermögensinhabern, ihre Abstimmungspräferenzen direkt zu äussern», sagt André Müller, Leiter Client Coverage bei UBS AM.

Endgültige Entscheidung liegt bei Fondsverwaltungs-Gesellschaft

Die endgültige Entscheidung über die Stimmabgaben behalte jedoch die Fondsverwaltungs-Gesellschaft. Damit soll sichergestellt werden, dass sie den Zielen des Fonds und den finanziellen Interessenseiner Investorinnen und Investoren entsprechen.

Das Angebot umfasst zunächst Schweizer Unternehmen, die innerhalb von zwölf Schweiz-domizilierten Aktienfonds von UBS AM gehalten werden (Aktienklassen I-B und I-X). Das entspreche rund 26 Milliarden Franken (32,8 Milliarden Dollar) an Vermögenswerten (per 31. Dezember 2025), wie es weiter heisst.