Gute Immobilienlagen werden knapp in Dubai
Wüste, nichts als Wüste. Unendliche Weiten. Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt, im Scheichtum Dubai. Zumindest, wenn es um die beste Lage für Neubauten geht. Denn die Logenplätze am Golf sind heiss umkämpft, um die bordende Nachfrage zu sättigen.
Zwar liegt fernab der Golfküste viel Wüstensand in Dubai, um Dubai und um Dubai herum. Doch wenn es um Premiumaspekte wie Lage, Verkehrsanbindung und Lebensqualität geht, schrumpfen die Optionen mit jedem Jahr, sagte Muhammed Binghatti, Chairman des gleichnamigen Immobilienentwicklers Binghatti Holding, als er sein neues Projekt «Mercedes-Benz Places By Binghatti» einer internationalen Medienschar vorstellte. Die architektonisch anspruchsvolle Siedlung besteht aus elf Hochhäusern und einem zentralen, spiralförmigen Wolkenkratzer.
Erste Mercedes-Stadt der Welt lanciert
Also wählte der smarte Häuslebauer den Bezirk Nad Al-Sheba, um das gemeinsame Projekt mit Mercedes-Benz Places by Binghatti im Bezirk Nad Al-Sheba rund um die Galopprennbahn Meydan zu verwirklichen. «Von hier aus sind die künftigen Bewohner der Mercedes-Benz-Places in sieben Minuten in der Business Bay nahe dem Burj Khalifa und in zwölf Minuten im Dubai International Financial Center.» Im Dezember 2026 werden die ersten gut betuchten Bewohner in das 8,2 Milliarden Dollar teure, emiratisch-deutsche Joint-Venture einziehen.
Ein Studio kostet 1,6 Millionen Dirham (435'600 Dollar), eine Einzimmerwohnung 2,6 Millionen Dirham (710'000 Dollar), sagte der Chief Executive. Auf die Frage von finews, ob ihn die Sorge umtreibe, das Projekt könne just zum Beginn einer erwarteten Abkühlung des heisslaufenden Marktes eintreten, meinte Axel Harries, Head of Global Customer Service and Parts bei Mercedes-Benz: «Mercedes – Blick auf eine 140-jährige Firmentradition. Das Unternehmen hat viele Wirtschaftszyklen durchlebt und wir sind auf Schwankungen vorbereitet. In der Wirtschaft gilt das Gleiche wie in der Natur: Die Tüchtigsten überleben.»
Binghatti meinte, das Momentum sei weiterhin positiv. «2025 haben wir 17'000 Objekte verkauft. Das Projekt Mercedes-Benz Places allein wird 13'386 Einheiten haben. Im Dezember 2026 werden wir das Mercedes-Projekt fertigstellen.»

Ein Augenschmaus für Dubai: das Modell der Mercedes-Benz Places By Binghatti und die im Bau befindlichen Türme des Projekts. (Bild: Gérard Al-Fil)
«Innovative Autobauer, träge Bauherren»
Seit seiner Kindheit vermisse er bei Liegenschaften den Wow-Effekt wie bei Autos, verriet der Emirater. «Dies ändern wir stets bei Binghatti, denn Innovation ist unsere DNA. Mercedes-Benz Places werden Sie beispielsweise die Vorhänge per Sprachkommando öffnen und zuziehen.» Vom Balkon aus wird nicht nur Wüstensand zu sehen sein, sondern auch grüne Parkanlagen, die Galopprennbahn Meydan sowie nahe gelegene Tennis- und Paddleanlagen. Internationale Schulen und Velo-Tracks sorgen für ein familienfreundliches Umfeld.
Daten von Property Monitor zeigen, dass Dubai im letzten Jahr 200'780 Wohnimmobilientransaktionen im Wert von 541,5 Milliarden Dirham (147,7 Milliarden Dollar) verzeichnete – ein Anstieg von 18,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Doch die Schweizer Grossbank UBS warnte in ihrer jüngsten Studie vor einer Blase auf dem Markt für Betongold. Die Überhitzung habe sich 2025 gegenüber dem Vorjahr verschärft, sagten die Analysten der UBS. In den vergangenen zwölf Monaten kletterten zum Beispiel die Kaufpreise für Wohnappartments laut JLL im Durchschnitt um 16,5 Prozent.














