Zürcher Angebotsmieten steigen unterdurchschnittlich
Die Angebotsmieten in der Schweiz haben im vergangenen Jahr weiter zugelegt. Doch die Zuwächse waren klar geringer als noch in den beiden Vorjahren.
Der Homegate-Mietindex für Angebotsmieten stieg im Dezember gegenüber dem Vormonat um 0,5 Punkte oder 0,4 Prozent auf 132.2 Punkte, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst. Auf Jahressicht haben die Angebotsmieten damit um 2,3 Prozent zugelegt. In den beiden Vorjahren hatte die Steigerung noch 3,2 Prozent (2024) bzw. 4,7 Prozent (2023) betragen.
Nachfrageüberhang bleibt bestehen
«Auf der Nachfrageseite ging die Nettozuwanderung im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurück» sagt Martin Waeber, Managing Director Real Estate SMG. «Der anhaltende Nachfrageüberhang konnte allerdings nach wie vor nicht durch den Bau neuer Wohnungen gedeckt werden. Die Zahl der leerstehenden Wohnungen im vergangenen Jahr ist leicht gesunken.» Zudem habe sich die Senkung des Referenzzinssatzes dämpfend auf die Bestandsmieten ausgewirkt
Die grössten Steigerungen bei inserierten Wohnungen wurden 2025 in der Zentralschweiz und im Bündnerland verzeichnet. An der Spitze lag Graubünden mit +10 Prozent, gefolgt von den Kantonen Schwyz (+7,4 Prozent) und Nidwalden (plus 6,7 Prozent).
In den grossen Städten stiegen die Angebotsmieten weniger stark als noch in den Vorjahren. In der Stadt Zürich stiegen sie lediglich um 2,2 Prozent und lagen damit sogar unter dem Schweizer Durchschnitt. Das war in den vergangenen Jahren praktisch nie der Fall. In Genf betrug das Plus 3,4 und in Lausanne 2,2 Prozent.
Die ZKB verweist in ihrem Immobilienbarometer darauf, dass sich die gesunkene Zuwanderung üblicherweise zuerst auf die Mietwohnungsmärkte in den Städten auswirkt. Die Experten der Kantonalbank rechnen damit, dass sich die Steigerung der Angebotsmieten 2026 weiter verlangsamen wird.
Bei Homegate wird darauf verwiesen, dass die mittlerweile hohen städtischen Angebotsmieten für viele Haushalte unerschwinglich geworden sind. Entsprechend würden sich die Wohnungssuchenden auf weniger zentrale Lagen fokussieren, was die Preisentwicklung ausserhalb der Zentren begünstigt.
Auch wenn die Zuwanderung weniger starke Impulse setze, würde das kein Ende der Wohnungsknappheit bedeuten.















