Swiss Re sieht sich gut auf Kurs

Swiss Re rapportiert für das zweite Quartal einen Reingewinn von 1,3 Milliarden Dollar; damit resultieren für das erste Halbjahr 2026 insgesamt 2,8 Milliarden, was einem Anstieg gegenüber der Vorjahresperiode von 9 Prozent entspricht. Mit diesem Ergebnis, zu dem gemäss der Mitteilung vom Donnerstag alle Geschäftseinheiten beitragen haben, sieht sich der Rückversicherer gut auf Kurs, das gesteckte Ziel von 4,5 Milliarden Dollar für ganze Jahr 2026 zu erreichen.

P&C Reinsurance (Sach- und Haftpflichtrückversicherung) steigerte den Gewinn um 18 Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar, Corporate Solutions lieferte 490 Millionen Dollar (+14 Prozent) und L&H Reinsurance (Lebengeschäft) gut 1 Milliarde (+21 Prozent).

Swiss Re will mehr sparen

Das Versicherungsergebnis der Gruppe belief sich auf 3,5 Milliarden Dollar (Vorjahresperiode 3 Milliarden). Die Versicherungserlöse des Konzerns lagen mit 20,3 Milliarden Dollar allerdings leicht unter dem Wert des ersten Semesters 2025 (20,9 Milliarden).

Der Konzern erhöht sein Kostenreduktionsziel von bisher 300 Millionen für 2027 auf 500 Millionen Dollar bis 2028. 

17 Milliarden Dollar Schadenzahlungen

Group CEO Andreas Berger kommentiert: «Swiss Re hat im ersten Halbjahr 2026 ein starkes Ergebnis erzielt und gleichzeitig unsere Kunden mit Schadenzahlungen in Höhe von mehr als 17 Milliarden Dollar unterstützt. Dies unterstreicht die Stärke unseres diversifizierten Konzerns, in dem jeder Geschäftsbereich zur Widerstandsfähigkeit unserer Erträge beiträgt.»

Und Group CFO Anders Malmström ergänzt: «Jeder Geschäftsbereich erzielte im ersten Halbjahr einen höheren Nettogewinn. Unsere P&C-Geschäfte erzielten starke versicherungstechnische Ergebnisse, gestützt durch geringe Schäden aus grossen Naturkatastrophen, während die Performance von L&H Re gesunde versicherungstechnische Margen und eine günstige Sterblichkeitsentwicklung in den USA widerspiegelt. Ein solides Kapitalanlageergebnis in einem hochvolatilen Markt untermauerte zudem die Widerstandsfähigkeit unserer Erträge.»

Sesselrücken

Zudem hält Malmström fest, dass der im Februar angekündigten Aktienrückkauf im Umfang von 1,5 Milliarden Dollar bis Ende Juli zu rund 60 Prozent umgesetzt war.

Swiss Re nutzt die Gelegenheit, auf zwei per 1. Oktober schlagend werdende Ernennungen in der Leitungsetage hinzuweisen. Velina Peneva, derzeit Group Chief Investment Officer, wird CEO von L&H Re und damit Nachfolgerin von Paul Murray. Martin Zingg, derzeit Group Head Corporate Development & Capital Markets, wird Group Chief Investment Officer und Mitglied des Group Executive Committee.