Liberty Vorsorge übernimmt Kaspar& vollständig
Aus dem 2020 gegründeten Fintech Startup Kaspar& wird nun eine Tochtergesellschaft des Schwyzer Unternehmens Liberty Vorsorge. Das dürfte der letzte Strategiewechsel des damals mit grossen Ambitionen an den Start gegangenen HSG- und ETH-Spin-Off werden.
Bereits Ende 2025 hatte sich Kaspar& von seinen Plänen verabschiedet im Retailbanking Fuss zu fassen und hatte die Zusammenarbeit mit der Hypothekarbank Lenzburg beendet. Stattdessen wollte man sich auf den B2B-Geschäft konzentrieren und die eigene Plattform als Banking-as-a-Service-Anbieter für Banken vermarkten.
Gründerteam legt Bekenntnis ab
Liberty war bisher bereits Kooperationspartner von Kaspar&. In Zukunft wird das FinTech als eigenständige Firma innerhalb der Liberty-Gruppe agieren, heisst es in einer Mitteilung vom Montag. Das Gründer- und heutige Managementteam um Jan-Philip Schade, Sebastian Büchler und Lukas Plachel bleibt an Bord. Firmensitz bleibt St. Gallen.
Zu den finanziellen Details der Übernahmen werden keine Angaben gemacht.
Mit der Akquisition stärke Liberty gezielt ihre Technologie- und Digitalisierungskompetenz und baut ihr bestehendes Ökosystem strategisch weiter aus, heisst es in der Mitteilung. Ziel sei es, die Positionierung nachhaltig zu festigen.
«Mit Kaspar& gewinnen wir ein hochqualifiziertes Team mit ausgewiesener Expertise in der Entwicklung digitaler Endkunden- & B2B-Lösungen», sagt Liberty-CEO Oliver Bienek.
Auch Kaspar&-CEO Schade betont die Vorteile der Übernahme: «Unser Anspruch war es von Beginn an, Investieren einfacher und zugänglicher zu machen - insbesondere auch im Bereich Vorsorge. Mit Liberty erhalten wir die Möglichkeit, unsere Technologie in einem starken Ökosystem weiterzuentwickeln und unsere Unternehmensstrategie mit einem klar ausgerichteten Aktionariat langfristig umzusetzen.»















