Findependent erhält Bewilligung als Wertpapierhaus

Das Aarauer Startup hat von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht Finma die Bewilligung als kontoführendes Wertpapierhaus erhalten. Damit sei ein wichtiger Meilenstein erreicht worden, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung vom Donnerstag.

«Unsere Kundinnen und Kunden brauchen künftig keine externe Depotbank mehr», sagt Matthias Bryner, Gründer und CEO. Neu wird Findependent nicht nur als Vermögensverwalter auftreten, sondern auch als kontoführendes Institut. Die Zusammenarbeit mit der Hypothekarbank Lenzburg als «langjährige und zuverlässige Partnerin» werde im Hintergrund jedoch fortgeführt heisst es weiter.

25’000 Anlegerinnen und Anlegern

Die Umstellung soll schrittweise erfolgen. Neue Anlegerinnen und Anleger erhalten ab sofort ihr Konto und Depot direkt von Findependent. Bestehende Kundenbeziehungen sollen in den kommenden Monaten überführt werden.

Seit dem Marktstart im Februar 2021 habe man bewiesen, dass digitale Vermögensverwaltung einfach, kostengünstig und für alle zugänglich sein kann. Die App sei bisher bereits von mehr als 25’000 Anlegerinnen und Anlegern genutzt worden, wie es weiter heisst.

Als kontoführendes Wertpapierhaus erfüllt Findependent dieselben Bedingungen an Eigenmittel, Liquidität und Cyber-Security wie eine Bank. Das Kontoguthaben (1 Prozent der angelegten Summe) wird auch künftig durch die Einlagensicherung geschützt. Die ETF-Anlagen gehören als Sondervermögen weiterhin nur den Kundinnen und Kunden selbst.

«Diese Bewilligung ist für uns der Schlüssel, um Findependent noch schneller und flexibler weiterzuentwickeln», betont der CEO. Transaktionen wie Ein- und Auszahlungen werden künftig wesentlich schneller in der App angezeigt.

Mit der Bewilligung würden sich auch weitere Wachstumschancen ergeben. Für das zweite Halbjahr plant Findependent etwa die Lancierung von 3a-Anlagelösungen.