Raiffeisen verkauft Grossteil ihrer Leonteq-Beteiligung

Raiffeisen Schweiz hat seinen Aktienanteil an Leonteq auf 7 Prozent von zuvor knapp 30 Prozent reduziert. Man sei darüber informiert worden, dass Raiffeisen einen Anteil von 22,7 Prozent an Leonteq verkauft hat, heisst es in einer Mitteilung des Unternehmens vom Montag.

Der Löwenanteil des verkauften Pakets, 16,2 Prozent beziehungsweise 3 Millionen Aktien, ging dabei an die H21 Macro Limited, deren wirtschaftlich Berechtigter der Investor Rainer Marc Frey ist. Dieser hielt per Ende 2025 bereits 7,1 Prozent an Leonteq.

Weitere 6,5 Prozent bzw. 1,2 Millionen Aktien gehen an vier namentlich nicht genannte Privatinvestoren. Der Abschluss der Transaktion stehe unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigungen und soll spätestens im dritten Quartal 2026 abgeschlossen werden.

Kooperation mit Raiffeisen bleibt bestehen

Die Kooperationsvereinbarung mit Raiffeisen sei von der Transaktion nicht betroffen, heisst es in dem Communiqué weiter. Leonteq und die zweitgrösste Schweizer Bankengruppe arbeiten seit 2013 zusammen.

«Diese Transaktion bestätigt, dass professionelle Investoren einen klaren Wert in Leonteq sehen, und wir betrachten sie auch als Anerkennung unserer Fortschritte bei der Bewältigung von Altlasten», kommentiert Leonteq-Verwaltungspräsident Christopher Chambers den Wechsel im Aktionariat. «Darüber hinaus begrüssen wir die Klärung hinsichtlich der Beteiligung von Raiffeisen und die Erhöhung der Liquidität in unserer Aktie nach der Transaktion.»

Bankenäquivalente Gegenpartei

Unabhängig davon hat die Finma bestätigt, dass Leonteq Securities nun als bankenäquivalente Gegenpartei qualifiziert ist. Die Tochtergesellschaft wird als Gegenpartei der Positionsklasse «Banken» zugeordnet. Dies bedeutet, dass Hedging-Gegenparteien und White-Labelling-Partner ihr Gegenparteirisiko gegenüber Leonteq entsprechend der für Banken geltenden Behandlung gewichten können. Für andere Unternehmen als Gegenparteien fallen höhere Risikogewichtungsaufschläge an.

«Wir begrüssen diesen letzten Schritt beim Übergang zum neuen regulatorischen Regime», sagt CEO Christian Spieler. «In Verbindung mit unserer starken CET1-Kapitalquote von 16,9 Prozent per Ende 2025 verbessert die bankenäquivalente Behandlung unser Risiko- und Kreditprofil bei Gegenparteien weiter.»