Partners Group steigert sich und dämpft die Erwartungen

Die auf Privatmarktanlagen (Private Equity, Private Debt usw.) spezialisierte Partners Group hat das operative Ergebnis (EBITDA) im Geschäftsjahr 2025 um 19 Prozent auf 1,61 Milliarde Franken gesteigert. Nach Abschreibungen, Steuern usw. bleibt ein Gewinn von 1,26 Milliarden Franken, ein Plus von 12 Prozent.

Die Einnahmen legten zum Vorjahr um 20 Prozent auf 2,56 Milliarden Franken zu. Sie setzen sich zusammen aus den Management und den Performance Fees (Verwaltungs- und leistungsabhängige Gebühren).

Markantes Plus bei den Performance Fees dank Exits

Die Management Fees beliefen sich auf 1,74 Milliarden Franken, das Plus von 7 Prozent (währungsbereinigt) spiegelt die Entwicklung der verwalteten Vermögen. Die Performance Fees betrugen 819 Millionen Franken (+60 Prozent), was auch erfolgreichen Exits zu verdanken sei, wie der Medienmitteilung vom Dienstag zu entnehmen ist.

Deutlich zugenommen hat mit 22 Prozent der Geschäftsaufwand (953 Millionen Franken), was auf erfolgsabhängige Vergütungen und die Erhöhung des Personalbestands bzw. die Integration der Empira Group zurückgeführt wird.

Finanzchef betreibt Erwartungsmanagement

CEO David Layton kommentiert: «Durch unseren transformativen Investitionsansatz haben wir eine Pipeline mit äusserst attraktiven Unternehmen aufgebaut, die trotz eines schwierigeren Transaktionsumfelds Käufer anziehen. Angetrieben durch direkte Exits haben wir in diesem Zeitraum 26 Milliarden Dollar für unsere Kunden realisiert. Wir hatten ein Rekordjahr beim Fundraising und haben den Höchststand von 2021 übertroffen.»

Und CFO Joris Gröflin ergänzt: «Da sich das Exit-Umfeld weiter verbesserte, haben wir grosse Transaktionen aus unserer Pipeline reifer Vermögenswerte vorgezogen, was zu einem erheblichen Anstieg der Realisierungen und der damit verbundenen Performancegebühren führte. Aufgrund des Umfangs unserer Exit-Pipeline gehen wir davon aus, dass die Performance-Erträge in den kommenden Jahren 25 bis 40 Prozent der Einnahmen ausmachen werden.» Und er warnt: «Angesichts des Vorzieheffekts aus dem Jahr 2025 erwarten wir, dass die Performance-Erträge im Jahr 2026 am unteren Ende der Spanne liegen werden.»

10 Prozent höhere Dividende

Im Ausblick für 2026 rechnet das Unternehmen mit einer Brutto-Neukundennachfrage zwischen 26 und 32 Milliarden Dollar, wobei sich die Prognose auf die Pipeline an Möglichkeiten zur Mittelbeschaffung (Fundraising) in den drei Hauptbereichen Mandate, Evergreens und traditionelle geschlossene Private-Markets-Programme abstützt. Das Ziel, das verwaltete Vermögen (zurzeit 185 Milliarden Dollar) bis 2033 auf 450 Milliarden Dollar zu steigern, wird bestätigt.

Der Generalversammlung vom 20. Mai wird eine Dividende von 46 Franken pro Aktie (10 Prozent mehr als im Vorjahr) vorgeschlagen. Die Aktien werden an der SIX Swiss Exchange gehandelt.

Erste Hinweise zum Verlauf des Geschäftsjahrs 2025 hatte Partners Group bereits im Januar gegeben.