Luxemburger Fondskanzlei fasst in Zürich Fuss
Die Luxemburger Kanzlei Leroy & Goldbach eröffnet einen Standort an der Othmarstrasse 8 in Zürich. Von dort aus sollen Schweizer und Liechtensteiner Asset Manager, Vermögensverwalter, Family Offices, Pensionskassen und institutionelle Investoren beraten werden, wie die Kanzlei mitteilt.
Verantwortet wird das Zürcher Büro vom DACH-Desk unter der Leitung von Mitgründerin und Managing Partnerin Lissie Goldbach. Die Beratung soll den gesamten Lebenszyklus einer Fondsstruktur abdecken – von der Strukturierung und Auflage über den Vertrieb bis zum laufenden Betrieb.
Brücke zwischen Zürich und Luxemburg
Mit dem Schritt nach Zürich rücke die Kanzlei näher an ihre Schweizer Kundschaft. Luxemburg spiele insbesondere beim grenzüberschreitenden Fondsgeschäft eine wichtige Rolle. Der seit 2024 verfügbare Limited Qualified Investor Fund (L-QIF) habe den Schweizer Fondsstandort für qualifizierte Anleger zwar flexibler gemacht. Für den grenzüberschreitenden Vertrieb in der EU und für international zusammengesetzte Investorenkreise blieben Luxemburger Vehikel laut Leroy & Goldbach jedoch von Bedeutung.
Goldbach sieht die beiden Fondsplätze entsprechend nicht als Konkurrenten. «Der Schweizer Finanzplatz und der Fondsstandort Luxemburg bilden eine der bedeutendsten Achsen im europäischen Asset Management», sagt sie. Diese Achse sei «komplementär und nicht kompetitiv».
Schweizer und Liechtensteiner Anbieter könnten ihre Anlagekompetenz und Investorenbeziehungen mit Strukturen verbinden, die ihnen den Zugang zum europäischen Markt ermöglichten. Mit dem Zürcher Büro wolle die Kanzlei den fachlichen Austausch zwischen den beiden Standorten verstärken.
Zwei Gründerinnen mit internationaler Erfahrung
Leroy & Goldbach wurde von Lissie Goldbach und Virginie Leroy gegründet. Nach Angaben der Kanzlei hätten die beiden Anwältinnen zusammen mehr als 100 Fonds aufgelegt und über 95 Fondsmanager sowie 35 Family Offices in mehr als 35 Ländern beraten.
Goldbach ist als Rechtsanwältin in Luxemburg und Deutschland zugelassen und war zuvor unter anderem für Allen & Overy, Baker & McKenzie und Pinsent Masons tätig. Neben dem DACH-Desk verantwortet sie bei Leroy & Goldbach den Bereich Private Wealth & Family Offices.
Leroy ist als Anwältin in Luxemburg, England und Wales sowie Frankreich zugelassen. Vor der Gründung der Kanzlei war sie Partnerin in der Investment-Funds-Praxis von Goodwin Procter und zuvor bei der Luxemburger Kanzlei Arendt & Medernach tätig. Bei Leroy & Goldbach leitet sie den French und den US Desk.
Auch sie sieht im Schweizer Markt eine internationale Schnittstelle: «Das Schweizer Asset Management ist international ausgerichtet – in Genf und der Westschweiz ebenso wie in Zürich, häufig mit amerikanischen Investoren und europäischen Strukturen zugleich.»
Von Fondsstrukturierung bis M&A
Zum Beratungsspektrum gehören nach Angaben der Kanzlei regulierte und unregulierte Luxemburger Fondsvehikel sowie Verbriefungsplattformen, Co-Investment-Strukturen und Club Deals. Hinzu kämen Beratungsleistungen in den Bereichen Corporate und M&A, Fondsfinanzierung, Regulierung und Compliance sowie Private Wealth und Family Offices.
Auf Investorenseite berate Leroy & Goldbach unter anderem bei rechtlichen Due-Diligence-Prüfungen, Zeichnungsbedingungen und Side Letters.















