AXA profitiert vom höheren Prämienvolumen und tieferen Schäden

Das Prämienvolumen der AXA Schweiz hat sich im Geschäftsjahr 2025 um 7 Prozent auf 6,6 Milliarden Franken erhöht. Der Reingewinn stieg um 3 Prozent auf 805 Millionen Franken, wie der Versicherer am Donnerstag mitteilte. Dabei verweist das Unternehmen als Hauptgrund auf die geringeren Schäden durch Unwetter.

Im Schadenversicherungsgeschäft betrug der Anstieg der Prämieneinnahmen 4 Prozent auf 4,2 Milliarden Franken. Dabei wuchs das Privatkundengeschäft um 6 Prozent auf 2,1 Milliarden und das Unternehmenskundengeschäft um 2 Prozent auf 2,1 Milliarden.

Alle Bereiche der Schadenversicherung für Privatkunden hätten sich «sehr positiv entwickelt». Insbesondere das Motorfahrzeugversicherungsgeschäft habe stark zulegen können. «Gleichzeitig setzt sich in der Motorfahrzeug- und der Haushaltsversicherung die Entwicklung der zunehmenden Schadenaufkommen sowie der anhaltend steigenden Ersatzteilkosten fort», betont der Versicherer.

Im Unternehmenskundengeschäft habe insbesondere das Prämienwachstum in der kollektiven Personenversicherung sowie im Haftpflichtgeschäft zur Entwicklung beigetragen. In der Krankentaggeldversicherung hält der Trend zu zunehmenden Arbeitsabsenzen wegen psychischer Erkrankungen an. Das führe zu einer höheren Schadenbelastung.

Bereiche Leben und Gesundheit legen kräftig zu

Deutlich stärker war das Wachstum im Bereich Leben und Gesundheit. Im Einzelleben erhöhten sich die Prämieneinnahmen um 21 Prozent auf 1,4 Milliarden Franken, während sie im Kollektivleben auf 845 Millionen leicht anstiegen. In der Gesundheitsvorsorge wuchs das Prämienvolumen um 20 Prozent auf 135 Millionen.

Der Mitte 2024 eingeführte Vermögensplan SmartFlex, der die Produktpalette um ein Einmalprämien-Produkt der 3. Säule erweitert, sei auf hohe Nachfrage gestossen. 

Die im Asset Management verwalteten Anlagen für Drittkunden stiegen aufgrund von Neugeldzuflüssen und der positiven Marktentwicklung um 7 Prozent auf 56 Milliarden Franken. Gerade illiquide Investitionen wie Immobilien, Hypotheken und alternative Anlageklassen hätten zu diesem Erfolg beigetragen, heisst es.

Marktposition ausgebaut

«Wir blicken auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurück; 2025 war geprägt von einer hohen Nachfrage nach unseren Angeboten, was zu einem erheblichen Prämienwachstum führte», sagt AXA-Schweiz-CEO Patric Deflorin, der die Leitung per Angfang Jahr übernommen hatte. Insbesondere im Bereich der Lebensversicherung und der Gesundheitsvorsorge habe man die Marktposition deutlich ausgebaut. Deflorin führt das auf die erweiterte Produktpalette zurück.

«Die Schäden durch Naturereignisse fielen im Vergleich zu Vorjahren geringer aus, wobei der verheerende Bergsturz in Blatten eine tragische Ausnahme darstellte», sagt er weiter. «Unsere Schadenexpertinnen und -experten konnten den Betroffenen vor Ort rasch und unbürokratisch beistehen und dabei unter Beweis stellen, dass wir unser Versprechen einlösen und in schwierigen Situationen zuverlässig für sie da sind.»

Die im Vergleich mit dem Vorjahr geringeren Unwetter- und Grossschäden wirkten sich positiv auf den Schaden-Kosten-Satz aus. Er sank um 0,3 Prozent-Punkte auf 90,1 Prozent. Der Felssturz in Blatten im Mai 2025 führte zu einer Schadenbelastung von 40 Millionen Franken.