Beazley-Deal: Zurich will bei Specialty-Versicherungen die Krone übernehmen
«Mit dem Kauf von Beazley wollen wir den führenden Anbieter von Specialty-Versicherungen schaffen» sagte CEO Mario Greco an einem Analysten-Call am Dienstag, bei dem die Unternehmen die Details der geplanten Übernahme erläuterten.
«Wir teilen eine gemeinsame Vision für den Bereich Speciality Insurance», betonte Adrian Cox, der CEO von Beazley (Bild unten). «Geopolitische Unsicherheiten, Naturkatastrophen, Cyber-Risiken und andere aussergewöhnlichen Risiken werden für Unternehmen immer bedeutender und die Nachfrage wird weiter steigen. Zurich und Beazley ergänzen sich hervorragend.»

Adrian Cox. (Bild: Beazley)
Hauptsitz des Bereichs wird London sein. Das kombinierte Geschäft im Bereich Specialty der beiden Unternehmen entspricht per 31. Dezember 2024 auf Pro-forma-Basis Bruttoprämien in Höhe von etwa 15 Milliarden Dollar. Davon stehen 9,4 Milliarden auf Seiten der Zurich und 6,2 Milliarden bei Beazley.
Zurich erwartet bis 2029 jährliche kombinierte Kosteneinsparungen vor Steuern in Höhe von rund 150 Millionen Dollar. Auf Seiten der Kapitalsynergien geht das Unternehmen von einer einmaligen Kapitalentnahme von rund 1 Milliarde Dollar aus. Das soll sich auf einen Zeitraum von zwei Jahren nach Abschluss der Transaktion erstrecken. Darüber hinaus werden mittelfristig zusätzliche Umsatzsteigerungsmöglichkeiten von schätzungsweise mehr als 1 Milliarde Dollar pro Jahr erwartet.
«Wir haben ein Komitee gebildet, dass die Integration koordinieren soll», betonte Greco. Die Umsatzsynergien ergeben sich fast von selbst. «Wir haben eine der stärksten Vertriebsorganisationen weltweit und holen uns Fähigkeiten und Knowhow an Bord.»
Mitarbeitende halten
Mit den Fusionspläne sei kein Stellenabbau verbunden. Im Gegenteil. «Wir wollen die Mitarbeitenden auf beiden Seiten halten. Wir werden an eine detaillierten Organisationsstruktur arbeiten und wollen Karrieremöglichkeiten bieten. Dazu gehört auch eine wettbewerbsfähige Entlohnungsstruktur.»
Die Transaktion soll ab dem ersten Jahr nach dem Abschluss gewinnwirksam sein. Dabei wird von einer Steigerung des bereinigten Gewinns je Aktie (Core EPS) im mittleren einstelligen Bereich ausgegangen und die mittelfristige Kapitalrendite soll zweistellig sein.
Ziele schneller übertreffen
Zudem geht das Zurich-Management davon aus, dass damit die finanziellen Ziele für den Zeitraum 2025–2027 schneller übertroffen werden können. Die Zielmarken hier sind eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate des bereinigten Gewinns je Aktie von mehr als 9Prozent, eine bereinigte Eigenkapitalrendite von mehr als 23 Prozent und Mittelzuflüssen in Höhe von mehr als 19 Milliarden Dollar.
Zudem bewahre Zurich mit der geplanten Finanzierungsstruktur der Transaktion auch weiterhin ihre finanzielle Flexibilität und Kapitalstärke. Die Dividendenpolitik soll wie bisher fortgeführt werden.
Die Übernahme muss noch von den Aktionären gutgeheissen werden.















