Dreifachsalto bei Maserati: Neue Substanz für Grecale, GranTurismo & GranCabrio
Maserati hat am Donnerstag die überarbeiteten Versionen von Grecale, GranTurismo und GranCabrio vorgestellt. Die Stellantis-Tochter spricht von einer «Evolution» ihrer drei wichtigsten Baureihen.
Die Erwartungen der Fachwelt im Vorfeld waren eher bescheiden. Neue Stossfänger und Kühlergrills sowie aktualisierte digitale Bordsysteme galten als wahrscheinlich, Änderungen an den Antrieben eher nicht.
Mehr Leistung beim Trofeo
Die nun veröffentlichten technischen Daten überraschen in diesem Sinne positiv.
Der GranTurismo Trofeo leistet künftig 590 PS, 40 PS mehr als beim bisherigen Modell mit 550 PS. Auch das GranCabrio Trofeo zieht mit auf 590 PS nach. Bei beiden Modellen handelt es sich laut Hersteller um eine «Weiterentwicklung» des bekannten 3-Liter-V6-Biturbo Nettuno, nicht um ein neues Aggregat.
Neue Motorvariante beim Grecale
Die batterieelektrische Folgore-Version von GranTurismo und GranCabrio bleibt bei einer Dauerleistung von 760 PS, gewinnt aber an Reichweite: Dank eines neuen AWD-Disconnect-Systems, das die Vorderachse bei Bedarf abkoppelt, kommt der GranTurismo Folgore neu bis zu 540 Kilometer weit, 86 Kilometer mehr als die Vorgängerversion. Beim GranCabrio Folgore steigt die Reichweite um 68 auf bis zu 508 Kilometer.
Beim SUV Grecale ist die zentrale Neuheit eine zusätzliche Motorvariante: Erstmals gibt es den Sechszylinder-Biturbo mit 390 PS, der die bisherige Lücke zwischen den Mild-Hybrid-Vierzylindern (250 bis 330 PS) und dem 530-PS-Trofeo schliesst. Das Variantenuniversum wächst damit von fünf auf sechs.
Facelift oder mehr?
Auch beim Grecale Folgore, dem vollelektrischen SUV, hat Maserati an Aerodynamik, Reifen und Energiemanagement gearbeitet. Die Höchstreichweite gibt der Hersteller nun mit bis zu 580 Kilometern an.
Optisch bleibt es bei einer Modellpflege: überarbeitete Frontstossfänger mit ausgeprägterer «Shark-Nose», neue Heckleuchten mit Klarglas-Linsen bei GranTurismo und GranCabrio, neue Felgendesigns und Farben. Im Innenraum gibt es ein neu gezeichnetes, vom Rennsport inspiriertes Lenkrad, eine achteckige Digitaluhr mit Metallkrone sowie einen neu gestalteten PRND-Wahlschalter.
Rückkehr nach Modena
Die neuen GranTurismo- und GranCabrio-Modelle werden in jenem Werk in Modena gefertigt, in das Maserati die Produktion im vergangenen November aus dem Stellantis-Werk Mirafiori in Turin zurückverlagert hatte (finews berichtete). Der Grecale wird unverändert am separaten Stellantis-Standort Cassino zwischen Rom und Neapel gefertigt.
DACH-Chef Roland Staehler hatte gegenüber finews bereits im vergangenen Jahr betont, die Marke setze trotz schwierigem Marktumfeld auf Ausbau statt Rückzug. Neue Modelle sollen perspektivisch (möglicherweise ab nächstem Jahr) auch jene Lücken füllen, die durch das Auslaufen von Levante, Ghibli und Quattroporte entstanden sind.















