Sergio Ermotti will die Stärke des diversifizierten Geschäfts noch mehr ausspielen

Die UBS hat es per Ende Jahr auf ein verwaltetes Vermögen von über 7 Billionen Dollar gebracht. Das ist ein Plus von 15 Prozent zum Vorjahr und ein Allzeithoch. Neben den Zuflüssen nennt die Bank auch die Marktperformance und Wechselkursbewegungen als Faktoren.

Das Nettoneugeld im Global Wealth Management (GWM) belief sich im letzten Quartal auf 8,5 Milliarden Dollar. Einzig in der Region Americas gab es dabei Abflüsse, alle übrigen Regionen wiesen Zuflüsse aus.

Im Gesamtjahr lag dieser Wert bei 101 Milliarden Dollar. Damit ergab sich eine annualisierte Wachstumsrate von 2,4 Prozent.

Dem tieferen Zinsertrag entgegengewirkt

Das stärkere Dienstleistungsgeschäft und ein höherer transaktionsbasierter Ertrag haben dem tieferen Zinsertrag entgegengewirkt. Der Gesamtertrag des Segments GWM wuchs zum Vorjahr um 9 Prozent auf 6,70 Milliarden Dollar.

Auch im Investment Banking stieg der Ertrag mit 7 Prozent auf 2,95 Milliarden Dollar kräftiger. Die UBS verweist dabei vor allem auf höhere Erträge in Global Markets. Ohne Kaufpreisallokationseffekte hätte das Plus 13 Prozent betragen, heisst es weiter.

Im Asset Management (AM) betrugen die Nettoneugeldzuflüsse 30,4 Milliarden Dollar und die annualisierte Wachstumsrate 1,7 Prozent. Hier seien in allen Anlageklassen Nettozuflüsse verzeichnet worden, heisst es weiter.

Vernetztes Geschäftsbereiche als Wettbewerbsvorteil

UBS-CEO Sergio Ermotti verwies an einer Medienorientierung am Mittwoch darauf, dass man auf Kurs sei, die Integration der Credit Suisse abzuschliessen. Man investiere weiter in die strategische Stärke der Bank. Die vernetzten Geschäftsbereiche und die globale Präsenz verliehen der UBS eine starke Position und seien ein Wettbewerbsvorteil. Gemäss dem «One-Bank-Konzept» soll die Zusammenarbeit über Unternehmensbereiche, Regionen und Funktionen hinweg verstärkt werden. Zudem betonte er dabei die Rolle der Nutzung von KI, die in weiteren Bereichen verstärkt werden soll.

Kostensenkung beschleunigt sich im zweiten Halbjahr

Im Verlauf der Umsetzung der Integration habe man rund 500 Millionen Dollar an zusätzlichen Kostensenkungsmöglichkeiten identifiziert, sagte Finanzchef Todd Tuckner. Entsprechend wird die Zielmarke der Kostensenkungen insgesamt bis Ende 2026 auf rund 13,5 Milliarden Dollar angehoben. Mit dem Abschluss der Migration der alten CS-Kundenkonten in der Schweiz auf die UBS-Plattform rechnet er mit weiteren Fortschritten bei den Kosten und einer Beschleunigung bis Ende Jahr. Dann werden die verbleibenden Anwendungen und die alte IT-Infrastruktur stillgelegt.

Die Kostensenkungen würden sich zu rund 40 Prozent auf Personal, zu 40 Prozent auf Technik und zu 20 Prozent auf externe Dienste und Immobilien verteilen, sagte der Finanzchef.

«Da wir auf gutem Weg sind, weitere Meilensteine bei der Integration zu erreichen und die Geschäftsdynamik zu stärken, sind wir zuversichtlich, unsere Renditeziele zu erreichen», hielt Tuckner fest.

Per Ende 2026 soll die Rendite auf das harte Kernkapital (RoCET1) bei 15 Prozent liegen und das Aufwand-Ertrags-Verhältnis weniger als 70 Prozent betragen. Bis 2028 wird beim RoCET1 ein Wert von 18 Prozent und beim Aufwand-Ertrags-Verhältnis von rund 67 Prozent angepeilt.