Walliser Kantonalbank verdient weniger
Die Walliser Kantonalbank schreibt in einer Mitteilung von Dienstag von «einem anspruchsvollen Umfeld, das insbesondere durch stark rückläufige Zinssätze und zunehmende wirtschaftliche Unsicherheiten geprägt ist». Die Kundenausleihungen wuchsen um 4,6 Prozent auf 16,2 Milliarden Franken. Die Kundengelder sind mit 7,1 Prozent auf 12,9 Milliarden Franken noch etwas stärker gestiegen. Diese Zahlen zeugten vom Vertrauen der Kundschaft in die WKB.
In diesem Umfeld setzte die Bank ihr «dynamisches Bilanzmanagement» fort. Ende Jahr belaufen sich die Finanzanlagen auf insgesamt 1,8 Milliarden Franken (+22,1 Prozent). Auf der Passivseite nahmen die Anleihen und Darlehen der Pfandbriefzentralen um 10,2 Prozent auf 5,9 Milliarden Franken zu.
Tieferer Netto-Zinserfolg
Vor dem Hintergrund der deutlich tieferen Leitzinsen reduzierte sich der Nettoerfolg aus dem Zinsgeschäft gegenüber dem Vorjahr um 9,4 Prozent auf 204,5 Millionen Franken. Um weniger abhängig vom Zinsgeschäft zu werden, hat die WKB ihr Vermögensverwaltungs-geschäft weiter ausgebaut. Die verwalteten Kundenvermögen verzeichneten ein Wachstum von 11,1 Prozent auf 18,3 Milliarden Franken. Der Netto-Neugeldzufluss der Kunden liegt laut Bank bei 1 Milliarde Franken.
Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft erhöhte sich um 10,4 Prozent auf insgesamt 53,5 Millionen Franken. Der Geschäftsertrag halte sich mit 283,6 Millionen Franken oder -3,6 Prozent «auf einem hohen Niveau», heisst es weiter.
Der Personalaufwand blieb 2025 mit 84,3 Millionen Franken oder +0,4 Prozent stabil, während der übrige Aufwand um gut 2 Prozent auf 45,3 Millionen Franken gestiegen ist. Das ergibt einen Geschäftserfolg von 142,1 Millionen Franken (-7,8 Prozent) und einen Jahresgewinn von 85,9 Millionen Franken. Das sind gut 5 Prozent weniger als im Vorjahr, laut Bank aber gleichzeitig das drittbeste Ergebnis in der Geschichte.
Mit einer Cost-Income-Ratio vor Abschreibungen von 45,7 Prozent unterstreiche die WKB ihre operative Effizienz, sie liegt nun etwas höher als die 43,5 Prozent im Jahr 2024.
Konstante Dividende
Die Aktionäre sollen nun eine Dividende auf Vorjahreshöhe von 4,00 Franken erhalten. Die öffentlichen Hand erhält mit Dividenden, Steuern und der Abgeltung der Staatsgarantie eine Summe von 66,7 Millionen Franken, das ist eine Million weniger als 2024.
Für den weiteren Jahresverlauf gibt sich die Bankführung zurückhaltend. Sie verweist auf ein weniger inflationäres Umfeld, das jedoch weiterhin von zahlreichen Unsicherheiten geprägt sei. Insgesamt erwarte die WKB einen «Geschäftsverlauf auf dem Niveau der vergangenen Geschäftsjahre» -dies sofern sich die geopolitische Weltlage nicht verschlechtert.













