Wegen Radicant: Deutlicher Gewinnrückgang bei der BLKB

Der Geschäftsertrag der Basellandschaftlichen Kantonalbank im Jahr 2025 liegt mit 499,1 Millionen Franken um 4,6 Prozent über der Vorjahresperiode. Der Konzerngewinn sank hingegen – bedingt durch einen Sondereffekt – um 7,1 Prozent auf 154,5 Millionen Franken, wie die Bank am Donnerstag mitteilt.

Der Ausstieg aus der Radicant Holding verlaufe «ordnungsgemäss», heisst es weiter. Er belastet das Konzernergebnis insgesamt mit 102,2 Millionen Franken. Das sei durch die Auflösung von Reserven in Höhe von 50 Millionen Franken teilweise kompensiert.

«Die BLKB war auch im Geschäftsjahr 2025 operativ erfolgreich und ist in den relevanten Geschäftsbereichen weiter gewachsen», sagt CEO ad interim Christoph Schär. «Dadurch konnten wir die Ertragskraft der Bank im vergangenen Jahr erneut stärken.»

Der Brutto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft stieg um 0,3 Prozent auf 344,3 Millionen Franken. Die umsichtige Bewirtschaftung des Kreditportfolios habe zu einer Nettoauflösung von Wertberichtigungen für die Ausleihungen in Höhe von 18,1 Millionen Franken geführt.

Das Wachstum im Anlage- und Vermögensverwaltungsgeschäft habe sich im Berichtsjahr fortgesetzt. Der erwirtschaftete Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft in Höhe von 97,4 Millionen Franken entspricht einem Plus von 5,6 Prozent zum Vorjahr. Der Kommissionsertrag aus dem Wertschriften- und Anlagegeschäft stieg um 9,4 Prozent auf 75,2 Millionen Franken. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft betrug 32,3 Millionen Franken oder plus 11,0 Prozent.

Beim Netto-Neugeldzufluss wird ein Wert von 726,0 Millionen Franken genannt. Die verwalteten Vermögen belaufen sich auf 29,3 Milliarden Franken verglichen mit 27.7 Milliarden per Ende 2024. Das ist ein Anstieg um 6,1 Prozent.

Dividende unverändert

Die Ausschüttung an den Kanton Basel-Landschaft beläuft sich auf 71.7 Millionen Franken und die Dividende bleibt unverändert bei 42 Franken pro Zertifikat. An die Inhaberinnen und Inhaber von BLKB-Zertifikaten werden damit insgesamt 23,9 Millionen Franken ausgeschüttet.

«Im tieferen Konzernresultat zeigt sich der durch den Ausstieg aus Radicant bedingte negative Einmaleffekt» sagt der BLKB-Chef weiter. «Die Entwicklung von Radicant entsprach weder unseren Erwartungen noch unserem Leistungsanspruch, und wir bedauern diese Entwicklung.»

Die BLKB hatte im vergangenen November entschieden, die Banklizenz der Radicant zurückzugeben und deren geordnete Liquidation einzuleiten.

Ungewisse Geopolitik ist grösstes Risiko

Der Ausblick bleibt verhalten. Die BLKB geht im laufenden Geschäftsjahr, welches durch das geänderte Zinsumfeld geprägt ist, von einem leicht tieferen Geschäftsgang im Vergleich zum Vorjahr (ohne Sondereffekt) aus.

In der Schweiz geht die BLKB trotz sehr starker Währung von einem leicht positiven Wachstum bei tiefer Inflation aus. Eine ungewisse Geopolitik stellt für den Finanzmarkt das grösste Risiko dar.

In den kommenden Wochen sollen die Nachfolgerinnen beziehungsweise Nachfolger für die vakante CEO-Position sowie für das Bankratspräsidium gewählt werden, schreibt die Bank.