UBS-Gewerbeimmobilienfonds verhängt Rückzahlungsstopp

Der «UBS (D) Euroinvest Immobilien» setzt die Rückzahlung und Ausgabe von Anteilen an Investotren aus. Die liquiden Mittel würden nicht mehr ausreichen, um den Rücknahmepreis für die vorgelegten Anteile zu bezahlen und gleichzeitig die Bewirtschaftung des Immobilien-Sondervermögens sicherzustellen, heisst es in einer bereits am Mittwoch veröffentlichten Mitteilung an die Fondsanlegerinnen und -anleger.

Die Rücknahme der Anteile wird für die Dauer von bis zu 36 Monaten ausgesetzt, heisst es weiter. Gleichzeitig setzt der Fonds auch die Ausgabe von Anteilen aus, um Anleger vor «unverhältnismässig hohen Risiken» zu schützen, sollte es zu einer Abwicklung des Immobilien-Sondervermögens kommen.

Der betroffene Fonds investiert vor allem in Bürogebäude in verschiedenen europäischen Ländern. Der Fonds wies bereits in seinem Bericht zum vierten Quartal 2025 auf einen hohen Betrag an Rücknahmeanträgen hin. Dies führe dazu, dass sich mehrere Fondsobjekte im Verkaufsprozess befänden.

Institutionelle Investoren und vermögende Privatanleger betroffen

Aufgrund der Mindestanlagesumme von 500’000 Euro werde der Auszahlungsstopp vor allem institutionelle Investoren und vermögende Privatanleger betreffen, schreibt die deutsche Wirtschaftszeitung «Handelsblatt», die zuvor über den Zahlungsstopp berichtet hatte.

Der «UBS (D) Euroinvest Immobilien» wurde im Jahr 1999 aufgelegt. Laut dem Datenanbieter «Bloomberg» verwaltete er zu besten Zeiten im Herbst 2008 ein Nettofondsvermögen von fast 2,7 Milliarden Euro. Zuletzt waren es nur noch 1,43 Milliarden Euro, also knapp mehr als die Hälfte. Gut 85 Prozent des Fondsvermögens sollen in Büroimmobilien investiert sein.

Die UBS Real Estate GmbH mit Sitz in München gehört zu UBS Europe, German Branch.