EZB erleichtert neue interne Risikomodelle der Banken
Bislang müssen die grossen europäischen Banken für jede wesentliche Änderung ihrer internen Risikomodelle die vorherige Zustimmung der Europäischen Zentralbank (EZB) einholen.
Diese Anforderung führt häufig zu Vor-Ort-Untersuchungen und zwingt die Institute dazu, ihre alten und neuen Modelle über längere Zeiträume parallel zu betreiben.
Schneller umsetzen
Nach den neuen Regeln, die am 1. Oktober in Kraft treten, dürfen Banken wesentliche Modelländerungen kurz nach Einreichung ihres Antrags umsetzen. Zudem werden weniger dieser Anpassungen eine Vor-Ort-Prüfung nach sich ziehen, heisst es in einer Mitteilung der EZB vom Montag. «Im Rahmen des neuen Ansatzes wird die EZB Vor-Ort-Untersuchungen interner Modelle primär dort durchführen, wo höhere Risiken eine genauere Prüfung rechtfertigen.»
Weniger genehmigungspflichtig
Ergänzend dazu hat die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) ebenfalls am Montag die Zahl der Modelländerungen reduziert, die als wesentlich eingestuft werden und damit genehmigungspflichtig sind.
Die EZB, die etwas mehr als 100 der grössten Banken der Eurozone beaufsichtigt, betonte, dass sie sich bei sensiblen Fällen die Option vorbehalte, am Standard-Genehmigungsverfahren festzuhalten. In diesen Fällen müssen die Banken das Ergebnis einer spezifischen Vor-Ort-Prüfung abwarten, bevor sie die Änderungen anwenden dürfen.
Im vergangenen Jahr führte die EZB gemäss eigenen Angaben 74 Vor-Ort-Untersuchungen interner Modelle durch. 90 Prozent dieser Prüfungen wurden durch Anträge der Banken auf Erstgenehmigung oder wesentliche Modelländerungen veranlasst.















