Genfer Kantonalbank schafft Rekordgewinn

Die Banque Cantonale de Genève (BCGE) hat im ersten Halbjahr 2026 einen Reingewinn von 118,6 Millionen Franken erzielt. Das entspricht einem Plus von 26,2 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode und markiert laut Mitteilung vom Dienstag Bank einen neuen Rekord.

Auch das Betriebsergebnis legte kräftig zu. Es stieg um 24,7 Prozent auf 138,3 Millionen Franken. Der Betriebsertrag erhöhte sich um 12,3 Prozent auf 310,5 Millionen Franken.

Damit hat sich das Bild gegenüber dem Vorjahr deutlich gedreht. Im ersten Halbjahr 2025 war der Reingewinn wegen des Margendrucks im Zinsgeschäft noch um 18,9 Prozent auf 94 Millionen Franken gefallen.

Zinsgeschäft erholt sich

2026 liefert nun gerade das Zinsgeschäft wieder einen wichtigen Wachstumsbeitrag. Der Nettoerfolg daraus stieg um 10,1 Prozent auf 181 Millionen Franken. Auch das Kommissionsgeschäft entwickelte sich positiv. Die Erträge erhöhten sich um 11,1 Prozent auf 85 Millionen Franken. Im Handelsgeschäft resultierten ebenfalls 23 Millionen Franken, ein Plus von 11,1 Prozent.

Über alle Ertragspfeiler hinweg zeigt sich damit ein breiteres Wachstum als noch im Vorjahr.

Vermögen über 40-Milliarden-Marke

Auch in der Vermögensverwaltung legte die BCGE zu. Die verwalteten Kundenvermögen stiegen gegenüber Ende 2025 um 3,7 Prozent beziehungsweise rund 1,5 Milliarden Franken auf 41,9 Milliarden Franken. Im Vorjahr lagen die verwalteten Vermögen zur Jahresmitte noch bei 37,1 Milliarden Franken.

Getragen wurde das Wachstum laut Bank von Neugeldzuflüssen und der positiven Marktentwicklung. Besonders stark entwickelten sich Verwaltungsmandate, die Zusammenarbeit mit unabhängigen Vermögensverwaltern und das Online-Trading.

Mehr Kredite

Auch das Finanzierungsgeschäft wuchs weiter. Die gesamten Ausleihungen an Unternehmen und Privatpersonen beliefen sich auf 21,8 Milliarden Franken, 2,1 Prozent mehr als Ende 2025.

Davon entfielen 15,4 Milliarden Franken auf Hypotheken und 6,4 Milliarden Franken auf übrige Kundenforderungen. Die Hypothekarforderungen alleine nahmen um 3,1 Prozent zu.

Die BCGE betreut mittlerweile mehr als 258’000 Kundinnen und Kunden, darunter 23’577 Unternehmen.

Kosten steigen deutlich langsamer

Während die Erträge zweistellig wuchsen, erhöhte sich der Betriebsaufwand lediglich um 3,3 Prozent auf 156,9 Millionen Franken. Entsprechend verbesserte sich die Cost-Income-Ratio auf 50,5 Prozent. Die Eigenkapitalrendite stieg von 8,05 auf 9,48 Prozent. Die Zahl der Vollzeitstellen erhöhte sich minimal um 14 auf 972.

Kapitalbasis bleibt solide

Das Eigenkapital stieg gegenüber Ende 2025 um 2,6 Prozent auf knapp 2,6 Milliarden Franken.

Die konsolidierte Eigenkapitalquote sank zwar leicht auf 16,5 Prozent, liegt damit aber weiterhin deutlich über dem regulatorischen Mindestwert von 12,7 Prozent. Die Tier-1-Kapitalquote belief sich auf 15,83 Prozent.

Aktie holt auf

Auch an der Börse entwickelte sich die BCGE-Aktie positiv. Ende Juni lag der Kurs bei 34 Franken und damit bei rund 95 Prozent des bilanziellen Eigenkapitalwerts je Aktie von 35,60 Franken. Im Vorjahr hatte der Börsenkurs noch deutlich stärker unter dem inneren Wert gelegen.

Ausblick deutlich optimistischer

Auch beim Ausblick zeigt sich die Trendwende gegenüber 2025. Damals hatte die Bank wegen des schwierigen Zinsumfelds und der schwächeren Konjunktur noch ausdrücklich mit einem tieferen Jahresergebnis gerechnet.

Für 2026 erwartet die BCGE nun, das Ergebnis des Vorjahres zu übertreffen.