Partners Group baut Führungsspitze um
Wie Partners Group am Dienstag mitteilte, sammelte der auf Privatmärkte spezialisierte Vermögensverwalter im ersten Halbjahr 16 Milliarden Dollar an neuen Kundengeldern ein.
Die Ertragsentwicklung konnte mit dem Wachstum allerdings nicht Schritt halten. Der Umsatz sank um 7 Prozent auf 1,12 Milliarden Franken. Während die wiederkehrenden Management-Erträge um 6 Prozent auf 905 Millionen Franken zulegten, brachen die Performance-Einnahmen um 39 Prozent auf 216 Millionen Franken ein. Ihr Anteil am Gesamtumsatz sank von 29 auf 19 Prozent.
Grund dafür waren unter anderem mehrere grössere Verkäufe, die Partners Group bereits in die zweite Jahreshälfte 2025 vorgezogen hatte, um das damals günstige Marktumfeld zu nutzen.
Gewinn sinkt um 13 Prozent
Der Betriebsgewinn auf EBITDA-Stufe ging um 9 Prozent auf 706 Millionen Franken zurück. Die EBITDA-Marge blieb mit 63 Prozent vergleichsweise stabil nach 64 Prozent im Vorjahr. Unter dem Strich resultierte ein Gewinn von 502 Millionen Franken, 13 Prozent weniger als vor einem Jahr. Währungsbereinigt blieb der Gewinn stabil.
Wie bereits seit Juli bekannt, verwaltete der Zuger Asset Manager Ende Juni 186 Milliarden Dollar nach 185 Milliarden Ende 2025.
Entlastung kam von der Kostenseite. Die operativen Ausgaben sanken um 5 Prozent auf 414 Millionen Franken. Partners Group führt dies unter anderem auf tiefere erfolgsabhängige Personalkosten sowie Produktivitätssteigerungen durch künstliche Intelligenz zurück.
Zwei neue Co-CEOs
Gleichzeitig kommt es zu einem grösseren Umbau an der Konzernspitze. CEO David Layton gibt die operative Führung per Anfang 2027 nach acht Jahren ab und wechselt zurück ins Investmentgeschäft. Er wird Chief Investment Officer und Chairman des Global Investment Committee und scheidet aus der Geschäftsleitung aus.
Die Führung übernehmen Roberto Cagnati und Juri Jenkner als Co-CEOs. Beide stiessen bereits 2004 zu Partners Group. Cagnati war zuletzt Head of Portfolio Solutions und Chief Risk Officer, Jenkner ist derzeit President und Head Business Development. Die Änderungen stehen noch unter dem Vorbehalt der Finma.
Prognose bestätigt
Für das Gesamtjahr erwartet Partners Group weiterhin neue Kundengelder von 26 bis 32 Milliarden Dollar. Die Performance-Erträge sollen rund 20 bis 25 Prozent der Gesamterträge ausmachen. Mittel- bis langfristig hält das Unternehmen an seiner Zielspanne von 25 bis 40 Prozent fest.














