Die Immobilienpreise ziehen weiter an
Nach einer kurzen Pause im Februar steigen die Angebotspreise für Wohneigentum im März auf breiter Front an. Besonders bei Einfamilienhäusern rechnen die Anbieterinnen und Anbieter offenbar aufgrund der Knappheit mit einer steigenden Zahlungsbereitschaft. Dies zeigen die aktuellen Zahlen des ImmoScout24-Kaufindex, der gemeinsam mit dem Immobilienberatungsunternehmen IAZI erhoben wird.
So stiegen die Angebotspreise für Einfamilienhäuser im März im landesweiten Durchschnitt um 1,5 Prozent. Bei den Eigentumswohnungen war der Anstieg mit 0,5 Prozent moderater. Damit betragen die Jahreswachstumsraten bei Einfamilienhäusern 4,6 Prozent und bei Stockwerkeinheiten 4,8 Prozent.
(Grafik: immoscout24.ch)
Für die Preisentwicklung bleibe das Zinsniveau entscheidend, heisst es weiter. Der Entscheid der Schweizerischen Nationalbank (SNB) vom 19. März, am Nullzinskurs festzuhalten, habe jedoch vorerst für Entspannung gesorgt.
SNB sieht keinen Handlungsbedarf
«Trotz volatiler, aber insgesamt höherer Ölpreise sieht die SNB aktuell keinen Handlungsbedarf, nicht zuletzt, weil der starke Franken importierte Güter verbilligt und so die Inflation dämpfen könnte», sagt Martin Waeber, Managing Director Real Estate der SMG Swiss Marketplace Group.
«Für Kaufinteressierte und Eigentümer:innen bedeutet das: Die Finanzierungsbedingungen dürften vorerst günstig bleiben – ein wichtiger Stabilitätsfaktor für den Markt. Die weitere Entwicklung ist aufgrund der derzeit geopolitisch schwer abschätzbaren Lage jedoch ungewiss.»
Regional gesehen habe es in der Ostschweiz einen Schub bei den Angebotspreisen (+4,5 Prozent) für Einfamilienhäuser gegeben.
Ebenfalls markante Zuwächse verzeichnen die Grossregion Zürich (+2,6 Prozent) und die Genferseeregion (+1,8 Prozent).
Im Mittelland sowie in der Zentralschweiz resultiert jeweils ein Plus von 1,0 Prozent. Deutlich zurückhaltender fällt der Anstieg im Tessin aus (+0,6 Prozent), während die Nordwestschweiz als einzige Region einen Rückgang aufweist (-1,4 Prozent).
Bei Eigentumswohnungen fällt der Anstieg der Angebotspreise ebenfalls in der Ostschweiz (+1,9 Prozent) am kräftigsten aus. Es folgen die Nordwestschweiz (+0,6 Prozent), die Genferseeregion (+0,5 Prozent), das Tessin (+0,4 Prozent) und die Zentralschweiz (+0,3 Prozent).
Im Mittelland blieben die Preise hingegen stabil (0,0 Prozent), während die Grossregion Zürich in diesem Segment einen leichten Rückgang von 0,5 Prozent verzeichnet.
Transaktionspreisindex im Quartal höher
Auch der von Raiffeisen berechnete Transaktionspreisindex hat im Quartal einen Anstieg ausgewiesen. Für Einfamilienhäuser stiegen die Preise demnach im Verlauf der ersten drei Monate 2026 um 1,4 Prozent und für Stockwerkeigentum um 1,8 Prozent.
Im Jahresvergleich kletterten die Preise für beide Wohnimmobilientypen um je 4,9 Prozent.
«Die hohe finanzielle Attraktivität von Wohneigentum hält die Preisdynamik weiterhin hoch», wird Fredy Hasenmaile, Chefökonom von Raiffeisen Schweiz, in der Mitteilung zitiert.
Auch hier regionale Unterschiede
Die Preise für Einfamilienhäuser zogen im Vergleich zum Vorjahr demnach in den Regionen Bern und Westschweiz am stärksten an, für Stockwerkeigentum in den Regionen Innerschweiz und Südschweiz.
Nach Gemeindetypen aufgeschlüsselt war die Zunahme sowohl für Häuser als auch Wohnungen in touristischen Gemeinden am stärksten.
Der Raiffeisen-Transaktionspreisindex wird vierteljährlich berechnet und basiert auf Handänderungsdaten von Raiffeisen und Swiss Real Estate Datapools (SRED).














