Iran-Krieg kostet Pensionskassen Geld
Die Schweizer Pensionskassen haben laut UBS im März nach Abzug von Gebühren eine durchschnittliche Performance von -2,63 Prozent erzielt. Die Werte der einzelnen Pensionskassen lagen zwischen -4,54 und -0,4 Prozent, wie das UBS Chief Investment Office Global Wealth Management in ihrer monatlichen Erhebung schreibt.
Die Rendite seit Jahresbeginn liegt bei -0,76 Prozent und die annualisierte Rendite seit der Lancierung der UBS Pensionskassen-Performance im Jahr 2006 bei 3,24 Prozent.
Dabei lag die Median-Performance von kleinen Pensionskassen (AUM <300 Millionen Franken) bei -2,76% und somit niedriger als die Median-Performance der grossen Pensionskassen (AUM >1 Milliarde Franken) bei -2,56Prozent. Die Sharpe Ratio (der letzten 36 Monate) war mit einem Wert von durchschnittlich 1,17 niedriger als im Vormonat (1,67).
Die durchschnittlichePerformance der einzelnen Anlageklassen in Franken gemessen war im März durchzogen. Schlusslichter waren Schweizer Aktien (-7,36 Prozent) gefolgt von globalen Aktien (-3,99 Prozent). Auch Franken-Anleihen (-1,17 Prozent), Anleihen in Fremdwährung (-0,18 Prozent) und Immobilien indirekt (-0,1 Prozent) wiesen eine negative Performanz auf. Die Positiv-Liste beginnt bei Immobilien direkt (0,09 Prozent), Infrastrukturanlagen (1,52 Prozent), Private Equity (3,13 Prozent) und endet schliesslich bei Hedge Funds (3,79 Prozent).
Reaktion auf Spannungen und Energiepreise
Als Gründe verweisen die Autoren auf die Entwicklung der Finanzmärkte im März. Die globalen Aktien- und Anleihenmärkte erlebten starke Rückgänge. Der MSCI AC World Index fiel um 6,2 Prozent, der S&P 500 gab um 5,0 Prozent nach. Die Anleger reagierten auf eskalierende geopolitische Spannungen und steigende Energiepreise, schreibt das UBS CI GWM in der Studie.
Die Befürchtungen einer erneuten Inflation und die Aussicht auf eine straffere Geldpolitik der Zentralbanken belasteten die Anleihenmärkte. Die Anleger rechneten zeitweise mit bis zu drei Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank und der Bank of England und zogen sogar eine mögliche Straffung der US-Notenbank Fed in Betracht.
Da die Aussichten für den Iran-Krieg trotz des vereinbarten Waffenstillstands nach wie vor sehr unsicher sind, sehen die Experten Diversifikation und Absicherung als wichtige Strategien, um die kurzfristige Volatilität zu bewältigen und gleichzeitig langfristige Chancen zu nutzen.
Ein längerer Konflikt könnte zu dauerhaft höheren Energiekosten führen, was letztlich das Verbrauchervertrauen und das Wirtschaftswachstum beeinträchtigen könnte.














