Job-Flaute in der Schweizer Finanzindustrie

Schweizweit waren im Juni bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren 4’474 Personen als arbeitslos gemeldet, die zuletzt bei einer Bank gearbeitet haben. Zum Vormonat ist da ein Anstieg um 1,4 Prozent und zum Vorjahr um fast 24 Prozent. Das berichtet die Nachrichtenagentur AWP unter Verweis auf die Arbeitsmarktstatistik des des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco). Damit bewegt sich die Zahl der arbeitslosen Banker auf Rekordhoch.

Auch in der Versicherungsbranche gab es im Juni einen Anstieg um 3,6 Prozent auf 1'120 Personen. Hier beträgt die Steigerung zum Vorjahr ebenfalls 24 Prozent. Im Bereich der Finanzdienstleistungen insgesamt wurde ein Anstieg der Arbeitslosen um 1,7 Prozent auf 8'349 Personen ausgewiesen, ein Plus von knapp 20 Prozent zum Vorjahr.

Weniger offene Stellen

Währenddessen bewege sich das Stellenangebot der Banken weiter auf einem sehr tiefem Niveau, heisst es weiter. Besonders schwierig sei die Arbeitsmarktsituation in der Bankenbranche im Kanton Zürich. Alleine dort seien mehr als 1’500 ehemalige Bankangestellte arbeitslos gemeldet. Innert eines Jahres sei die Zahl der arbeitslosen Bankerinnen und Banker um über ein Drittel angeschwollen.

Laut einer Auswertung des Jobportals Indeed bleibe das Stellenangebot bei den zehn grössten Schweizer Banken mager. In Juni wurden demnach schweizweit gerade einmal 514 Stelleninserate gezählt. Im Vergleich zum Tiefstwert im Mai sei das zwar ein leichter Anstieg, gegenüber früheren Jahren habe sich das Stellenangebot aber rund halbiert.

So seien im Sommer 2023 auf den Webseiten der Banken etwas mehr als 1’000 Stellenanzeigen aufgeschaltet gewesen.

Insbesondere bei der UBS bewegt sich das Stellenangebot mit gegenwärtig nicht einmal 50 ausgeschriebenen Jobs auf sehr tiefem Niveau, heisst es weiter. Im Vergleich zum Juni 2025 sind das bei der Grossbank 60 Prozent weniger offene Stellen, im Vergleich zum Sommer 2024 fast 80 Prozent weniger.