Compagnie Financière Tradition: Traumwachstum zu konstanten Wechselkursen

Der Lausanner Broker Compagnie Financière Tradition (CFT) steigerte den konsolidierten Umsatz inklusive Joint Ventures im ersten Semester auf 646,2 Millionen Franken. Zu konstanten Wechselkursen entspricht das einem Plus von 10,4 Prozent, zu aktuellen Kursen von lediglich 2,2 Prozent. Der ausgewiesene Umsatz nach IFRS erreichte 597,8 Millionen Franken.

Für die Schere zwischen den beiden Wachstumsraten sorgte die Entwicklung des Frankens. Sie drückte den in Franken ausgewiesenen Umsatz deutlich unter das Wachstum zu konstanten Kursen.

Abschwächung in Q2, negativ in Franken

Zudem verteilte sich das Wachstum ungleich über das Halbjahr. Das erste Quartal fiel kräftig aus, getragen von den geopolitischen Spannungen, namentlich im Nahen Osten. Im zweiten Quartal verlangsamte sich das Tempo auf 3,6 Prozent zu konstanten Kursen, während der Umsatz zu aktuellen Kursen gar um 1,1 Prozent zurückging.

Diese Abschwächung hat auch mit einer hohen Vergleichsbasis zu tun. Der April 2025 war von reger Handelsaktivität geprägt, ausgelöst durch die US-Zollankündigungen zu Beginn jenes Monats. Der Juli 2026 knüpfte laut Communiqué des Unternehmens allerdings wieder an die Dynamik des ersten Halbjahres an.

Interdealer-Broking als Kerngeschäft

Getragen wird das Wachstum vom angestammten Geschäft. Das Interdealer-Broking steuerte 623,3 Millionen Franken bei, ein Plus von 10,4 Prozent zu konstanten Kursen. Das kleinere Geschäft mit Privatanlegern kam auf 22,9 Millionen Franken und wuchs um 8,9 Prozent.

CFT knüpft damit an ein starkes Vorjahr an. 2025 hatte der Broker den Umsatz inklusive Joint Ventures auf rund 1,2 Milliarden Franken gesteigert und den Reingewinn auf 134,2 Millionen Franken erhöht, dies bei gleichzeitig sinkendem Personalbestand (finews berichtete).