Finpension wächst weiter rasant

Seit Anfang August sind über Finpension mehr als 6 Milliarden Franken investiert. Parallel legte auch die Kundenzahl kräftig zu: Über 75'000 Personen nutzen inzwischen die Vorsorge- und Anlagelösungen des Luzerner Unternehmens.

Der Zuwachs setzt eine steile Kurve fort. Anfang September 2025 waren bei Finpension noch 4 Milliarden Franken investiert und im Februar hatte Finpension die 5-Milliarden-Marke überschritten (finews berichtete). Das entspricht einem Wachstum von 50 Prozent in weniger als einem Jahr. 

Ende 2024 zählte das Unternehmen erst rund 40'000 Kunden.

Ansage an die Banken

Für Beat Bühlmann, Initiant und Verwaltungsratspräsident von Finpension, liegt der Treiber im einfachen Zugang: «Geldanlegen ist viel einfacher als früher. Wer keine einfachen, digitalen Anlagelösungen anbietet, kann insbesondere die junge Generation nicht überzeugen.»

Im Interview mit finews prophezeite er bereits früher, es werde «eng für die Banken».

Eigene Banklizenz im Blick

Nun soll das Angebot über die Vermögensverwaltung hinauswachsen. Finpension strebt eine eigene Banklizenz an und will in naher Zukunft ins Hypothekargeschäft einsteigen. Dank eigener Vorsorgestiftungen und der Finma-Lizenz als kontoführendes Wertpapierhaus führt das Fintech die Kundendepots bereits selbst.

Gegründet wurde Finpension 2016, zunächst mit einer 1e-Lösung, in der das Unternehmen mit über 650 angeschlossenen Firmen bis heute Marktführer ist. 2017 kam die Freizügigkeit dazu, 2020 die Säule 3a, im März 2024 die Lizenz als Wertpapierhaus für Anlagen ausserhalb der Vorsorge.