Valartis mit deutlichem Gewinnrückgang

Die Valartis Group hat laut Mitteilung vom Dienstag im ersten Halbjahr 2026 einen Nettogewinn von 3,7 Millionen Franken erzielt. Damit hat er sich gegenüber den 8,6 Millionen Franken in der Vorjahresperiode mehr als halbiert.

2025 hatte die Finanzgruppe den Gewinn noch auf Vorjahresniveau halten können. Valartis mit Hauptsitz in Fribourg ist in den Bereichen Finanzdienstleistungen, Immobilienprojektmanagement und Beteiligungen tätig und an der SIX Swiss Exchange kotiert.

Sondereffekt fällt weg

Das Geschäftsergebnis ging von 7,1 Millionen auf noch 5,5 Millionen Franken zurück. Ein wesentlicher Grund dafür ist laut Valartis, dass im Vorjahr einmalige Liquidationsgewinne angefallen waren.

Damals hatte insbesondere die Liquidation einer Tochtergesellschaft einen positiven Effekt: Dadurch konnte eine Verbindlichkeit von 2 Millionen Franken aufgelöst werden. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank entsprechend von 3 Millionen auf 1,5 Millionen Franken.

Mehr Ertrag mit Immobilien

Operativ zeigen sich aber auch Verbesserungen. Die Erträge aus Managementdienstleistungen stiegen von 1,3 Millionen auf 1,5 Millionen Franken. Ausschlaggebend waren zusätzliche Transaktionsgebühren.

Noch deutlicher legten die Erträge aus den Investitionsliegenschaften zu. Sie erhöhten sich von 2,1 Millionen auf 2,6 Millionen Franken, unterstützt durch höhere Mieteinnahmen und positive Währungseffekte. Bereits im ersten Halbjahr 2025 waren die Immobilienerträge dank höheren Mieten von 1,7 Millionen auf 2,1 Millionen Franken gestiegen.

Das Ergebnis aus assoziierten Gesellschaften blieb mit 1,5 Millionen Franken nach 1,6 Millionen Franken im Vorjahr weitgehend stabil. Im laufenden Jahr stammt dieser Beitrag insbesondere aus Schifffahrtsinvestitionen.

Blumengeschäft sorgt für Abschreiber

Belastet wurde die Rechnung dagegen durch Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste von insgesamt 2,8 Millionen Franken. Davon entfielen 2,4 Millionen Franken auf eine negative Anpassung des Fair Value von Darlehen an ein Joint Venture im Bereich der Blumenproduktion. Valartis begründet dies mit dem schwierigen operativen Umfeld.

Auf der Kostenseite blieb die Gruppe diszipliniert. Der Personalaufwand sank leicht von 2,3 Millionen auf 2,2 Millionen Franken, während der Sachaufwand mit 1,8 Millionen Franken unverändert blieb. Insgesamt reduzierte sich der Geschäftsaufwand von 4,1 Millionen auf 4 Millionen Franken.

Damit hat sich die Kostenentwicklung gegenüber dem Vorjahr gedreht. Im ersten Halbjahr 2025 war der Geschäftsaufwand noch um 5 Prozent auf 4,1 Millionen Franken gestiegen.

Finanzergebnis stützt Gewinn

Eine wichtige Stütze blieb das Finanzergebnis. Dieses steuerte netto 5,3 Millionen Franken bei, nach 5,5 Millionen Franken im Vorjahr. Darin enthalten ist ein Bewertungsgewinn von 2,7 Millionen Franken auf den von Valartis gehaltenen Aktien von EPH. Hinzu kamen Währungsgewinne von 1,8 Millionen Franken.

Gleichzeitig brachen die Finanzaufwendungen auf lediglich 0,3 Millionen Franken ein. Im Vorjahressemester waren noch 6,3 Millionen Franken angefallen, insbesondere im Zusammenhang mit der Auflösung eines Derivatvertrags. Dieser Aufwand war damals allerdings durch einen entsprechenden Gewinn aus der Neuverhandlung einer externen Investitionsfazilität kompensiert worden.

Eigenkapital steigt

Trotz des Gewinnrückgangs hat sich die Kapitalbasis verstärkt. Das konsolidierte Eigenkapital erhöhte sich von 100,6 Millionen Franken Ende 2025 auf 105,2 Millionen Franken per Ende Juni.

Die Eigenkapitalquote ging allerdings leicht von 80,4 auf weiterhin hohe 79,8 Prozent zurück. Neben dem Halbjahresgewinn trugen Währungsumrechnungsdifferenzen zum Anstieg des Eigenkapitals bei.