Hier ist jeder Gast ein VIP: In Deutschlands bestem Hotel
Manche Hotels stehen schon ihrem Namen nach für Eleganz, Exzellenz und Luxus. Dazu zählt der «Breidenbacher Hof» im Zentrum von Düsseldorf. Es zählt zu den «Small Luxury Hotels oft he World» und ist im aktuellen Ranking der 101 besten Hotels Deutschlands der «Overall Winner». Was aber macht dieses über 200 Jahre alte Haus so besonders? Wie hat der «Breidenbacher Hof» es geschafft, sich gegen die starke Konkurrenz als Deutschlands bestes Hotel zu behaupten?
Freiheit und Personalisierung
Es gibt zwei Aspekte, die das Haus auf Weltklasse-Niveau heben: die Freiheit und die Personalisierung. Mit Freiheit meine ich: Ich kann jederzeit ein- und auschecken – es gibt keine festen Zeiten. Nicht ich passe mich also dem Hotel an, sondern umgekehrt. Genau das ist für mich die neue Definition, das neue Kriterium für wahren Luxus auf Fünf-Sterne-Niveau. Ähnliches habe ich zuletzt nur im Hotel «Nautilus» auf den Malediven erlebt, wo ich um sieben Uhr abends frühstücken oder um sechs Uhr morgens eine Massage buchen konnte.
Das Geheimnis: VIP-Feeling für alle
Es geht also um Freiheit – und um Personalisierung. Als ich meine Suite betrete, fühle ich mich wie ein kleines Kind an Heiligabend: Geschenke überall. Da ist eine handgeschriebene Karte des grandiosen Direktors und Gesellschafters Cyrus Heydarian, dessen Handschrift auch im übertragenen Sinne überall zu lesen ist. Ausserdem finde ich ein gerahmtes Foto von mir und meinem Mentor Horst H. Schulze, der «Ritz-Carlton» an die Weltspitze führte.
Im Jahr 2024 verlieh ihm das 101 Kuratorium den Titel 101 Icon Hotelier of the World – Lifetime Achievement Award. Auf dem Tisch steht eine Flasche meines Lieblings-Champagners nebst feinster Schokolade, an meinem Bett, ebenfalls in Gold gerahmt, eine Fotografie der Burg Lahneck, in deren Umgebung ich aufgewachsen bin.

Cyrus Heydarian ist einer der besten Hoteliers Europas. © 2026 Breidenbacher Hof
Es sind diese kleinen, aber grossartigen Gesten der Gastfreundschaft, die mir und allen anderen Gästen in Erinnerung bleiben – mehr noch als das exzellente Essen im Restaurant «The Dutchy» von Küchendirektor Philipp Ferber, mehr als der riesige Spa-Bereich, das moderne Gym, das viele Marmor, kurz: mehr als aller materieller Luxus.

Kleine Gesten mit grosser Wirkung: In meiner Suite wartete so manche Überraschung auf mich. © 2026 Breidenbacher Hof
Cyrus Heydarian weiss das, und genau darin liegt sein Erfolg. Der Hotelier hat das Hotel von der «Capella»-Gruppe erst übernommen und leitet es seitdem mit beeindruckendem Elan. Für mich gehört Cyrus Heydarian mit seinem unternehmerischen Mut, seiner Vision, Passion und Gastfreundschaft zu den besten Hoteliers Europas. Da kann ich nur sagen: Chapeau! Und hoffentlich auf ein baldiges Wiedersehen.
Neue Luxus-Lounge am Flughafen von Düsseldorf
Nach diesem fantastischen Hotelaufenthalt wartet – wie so oft – ein langer, anstrengender Flug auf mich. Trotz der vielen direkten Flugverbindungen nach ganz Europa zum Beispiel nach Zürich und Genf hatte der Düsseldorfer Airport lange Zeit einen entscheidenden Nachteil: Es fehlte eine Lounge, in der sich Urlauber wie Business-Reisende gleichermassen wohlfühlen können. Mit der erst im März 2026 eröffneten «DUS VIP Lounge» hat sich das geändert.
Vesna Ris, Head of VIP Service, empfängt mich und führt mich durch die funkelnagelneue Lounge. Sie ist viel mehr als nur ein schickes Wartezimmer. Fast fühlt es sich so an, als wäre ich in der Aussenstelle eines Fünf-Sterne-Hotels. Genau dieses Gefühl soll die «VIP-Lounge» ihren Gästen vermitteln: Hier geht der Urlaub – oder die Geschäftsreise – schon vor dem Check-in am Hotel los. Selbst die Abreise ist ein luxuriöses Erlebnis: Man kann sich direkt von der Lounge mit einer Limousine bis zum Flugzeug fahren lassen. Andersherum ist es ebenfalls möglich.

Eine willkommene Ergänzung: Die «DUS VIP Lounge» im Düsseldorf Airport. © 2026 HGEsch Photography
Separate Security und privater Shuttle zum Flugzeug
Dabei steht Funktionalität und Komfort im Vordergrund. Als Gast der Lounge werde ich durch eine separate Sicherheitskontrolle geschleust und kann so lange Wartezeiten und den typischen Flughafenstress vermeiden. Die zuvorkommenden Mitarbeiter kümmern sich um alles und checken mich auch in meinen Flug ein. Gerade für Geschäftsreisende wie mich bedeuten diese Kleinigkeiten einen enormen Unterschied.

«DUS VIP Lounge»: Gastronomie auf Restaurant-Niveau statt Flughafen-Fast-Food. © 2026 HGEsch Photography
Die Lounge kann für zwei Stunden gebucht werden und kostet 531 Euro für die erste Person. Weitere Gäste zahlen etwas weniger. Mehr als 500 Euro für zwei Stunden – das ist zweifelsohne viel Geld. Doch im Gegenzug erhalte ich hier, neben den bereits erwähnten Annehmlichkeiten, einen Service auf Fünf-Sterne-Niveau. Die Speisenkarte ist ausreichend gross und die Qualität der Gerichte sehr hoch. Ob saftiges Hähnchen-Curry oder bunt gemischter Antipasti-Teller – das Essen schmeckt eher nach Gourmet-Restaurant als nach Flughafen-Lounge. Auch die Weinkarte lässt sich sehen. All das ist im Preis inkludiert, ebenso wie das WLAN, aktuelle Tageszeitungen aus aller Welt und alle weiteren Kleinigkeiten, die man sich von einer VIP Lounge erwartet.
Weitere Suiten sind geplant
Die «VIP Lounge» hat aktuell zwei Suiten, die gegen einen Aufpreis dazugebucht werden können. Im Sommer 2026 sollen vier weitere Suiten dazukommen. Wer sich also mehr Privatsphäre wünscht und vor dem Flug noch etwas schlafen möchte, kann hier in Zimmern übernachten, die genauso gut in ein Fünf-Sterne-Hotel passen würden. Besonders gut gefallen mir die vielen Blumen, vor allem die Orchideen, die der Lounge eine wohlige, frühlingshafte Atmosphäre verleihen.
Es war an der Zeit, dass der Düsseldorf Airport seine eigene VIP-Lounge auf Weltniveau erhält. So ist der Übergang vom märchenhaften Luxus des «Breidenbacher Hofs» zurück in die «echte Welt» etwas weniger abrupt.
Als früherer Grandhotelier und Betreiber des Hotelrankings «Die 101 Besten» ist Carsten K. Rath Globetrotter von Berufs wegen. Sämtliche Hotels, über die er für finews schreibt, bereist er auf eigene Rechnung.
Rath ist zudem Autor des Buchs Die 101 Besten Hotels Schweiz 2026.













