Mehr Kundengelder für die AEK Bank

Wer an diesem Donnerstag noch nicht genug von Halbjahreszahlen hat, bekommt mit der AEK Bank eine weitere – und für heute hoffentlich letzte – Gelegenheit.

Die AEK Bank hat im ersten Halbjahr einen Geschäftserfolg von 12,4 Millionen Franken erzielt. Damit übertraf sie das Ergebnis der Vorjahresperiode um 1,5 Millionen Franken, wie es in der heutigen Mitteilung heisst.

Wichtigster Ertragspfeiler blieb das Zinsgeschäft. Der Bruttoerfolg lag um 2,7 Millionen Franken über dem Vorjahreswert. Auch das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft legte um 0,5 Millionen Franken zu. Zur positiven Entwicklung habe insbesondere das Wertschriftengeschäft beigetragen.

Mehr Kundengelder

Deutlich zugenommen haben die der Bank anvertrauten Kundengelder. Sie erhöhten sich seit Jahresbeginn um 172,7 Millionen Franken auf 4,783 Milliarden Franken.

Die hohen Zuflüsse hätten es der Bank ermöglicht, einen Grossteil der Gelder für zusätzliche Ausleihungen innerhalb ihres Geschäftsgebiets einzusetzen. Die Ausleihungen erhöhten sich um 110,4 Millionen Franken auf 5,4 Milliarden Franken und entsprachen damit 84,6 Prozent der Bilanzsumme von 6,3 Milliarden Franken.

Kosten steigen zweistellig

Auf der Kostenseite musste die AEK Bank einen deutlichen Anstieg hinnehmen. Die Kosten lagen 14,4 Prozent über dem Vorjahresniveau. Zurückzuführen sei dies vor allem auf den höheren Personalbestand und die Aktivitäten rund um das 200-Jahr-Jubiläum, erklärte die Bank.

Die Zahl der Vollzeitstellen erhöhte sich innert Jahresfrist von 133,1 auf 141,7. Das Kosten-Ertrags-Verhältnis lag bei 44,7 Prozent. Ohne die Jubiläumskosten hätte es laut AEK Bank 42,0 Prozent betragen und damit auf dem Niveau von Ende Juni 2025 gelegen.

Erstmals mit Emittentenrating

Im ersten Halbjahr liess die AEK Bank erstmals ihre finanzielle Stärke von einer von der Finma anerkannten Ratingagentur beurteilen. Die Schweizer Ratingagentur Fedafin vergab ein Emittentenrating von «A–» mit stabilem Ausblick.

Die Liquiditätsdeckungsquote (Liquidity Coverage Ratio, LCR) lag zur Jahresmitte bei 145,4 Prozent. Die regulatorische Mindestanforderung beträgt 100 Prozent.

Neuer Chef seit 100 Tagen im Amt

Das erste Halbjahr fiel auch in die Anfangsphase des neuen Vorsitzenden der Geschäftsleitung, Roger Brechbühler. Er blickt inzwischen auf seine ersten 100 Tage an der Spitze der AEK Bank zurück.