Bergos Privatbank: CEO demissioniert – Nachfolger gesucht
Die unabhängige Zürcher Privatbank Bergos vollzieht einen Führungswechsel. CEO Peter Raskin habe sich im Einvernehmen mit dem Verwaltungsrat und den Ankeraktionären entschieden, seine operative Verantwortung abzugeben – dies besagt eine Medienmitteilung vom späten Montagnachmittag.
Der Übergang erfolgt schrittweise: Ab Mitte Januar 2026 wird die Bank operativ gemeinschaftlich durch die drei Mitglieder der Geschäftsleitung geführt. Zu diesem Gremium gehören Till C. Budelmann (Chief Investment Officer), Danting Liu (Chief Financial Officer und Chief Operating Officer) sowie Simon Wanzenried (Chief Private Banking).
Dreierspitze als Interimslösung
Bis eine definitive CEO-Nachfolge bestimmt ist, übernehmen sie gemeinsam die operative Steuerung des Instituts.
Raskin, der Bergos seit 2009 prägte und zuvor CEO der Berenberg Bank (Schweiz) war, wird den Übergang begleiten und der Bank auch danach verbunden bleiben. Nach eigener Aussage möchte er sich künftig stärker privaten Projekten widmen.
Operativ und ertragsseitig unter Druck
Verwaltungsratspräsident Peter Schmid würdigte Raskins Verdienste und betonte zugleich die strategische Kontinuität. Bergos verfüge über eine «ausgezeichnete Geschäftsleitung», die das volle Vertrauen von Verwaltungsrat und Aktionären geniesse.
Der Führungswechsel fällt in eine Phase, in der Bergos operativ und ertragsseitig unter erhöhtem Druck steht. Wie der jüngste Geschäftsbericht für 2024 zeigt (finews berichtete), verlief das Jahr 2024 für die Bank verhalten: steigende regulatorische Kosten, Margendruck und ein anspruchsvolles Marktumfeld belasteten die Entwicklung.
Die Bank sprach seinerzeit selbst von einem herausfordernden Jahr. In ruhigere Fahrwasser scheint sie auch 2025 nicht zurückgefunden zu haben.













