UBS-Chef Sergio Ermotti erhält nicht mehr Lohn

Laut dem am Montag publizierten Geschäftsbericht bekam UBS-Chef Sergio Ermotti im vergangenen Jahr eine Vergütung von insgesamt 14,92 (Vorjahr: 14,94 Millionen Franken). Diese setzt sich wie im Vorjahr aus einem Fixgehalt von 2,8 Millionen Franken sowie aus variablen Teilen zusammen: Dieser Anteil beträgt wie im Vorjahr: 12,1 Millionen Franken. Nur 20 Prozent der variablen Vergütung werden in bar ausbezahlt. Das Basissalär 2,5 Millionen Franken war Teil seiner fixen Vergütung von 2,8 Millionen Franken. Auch dieses blieb unverändert gegenüber dem Vorjahr.

Novartis-Chef verdient noch mehr

Ermottis Gehalt mag hoch erscheinen. Er gilt jedoch nicht als der bestbezahlteste Manager in der Schweiz. Diesen Titel hat Novartis-CEO Vas Narasimhan inne. Er hat für 2025 eine Vergütung von 24,9 Millionen Franken (Vorjahr: 19,2 Millionen Franken) erhalten.

UBS-Präsident Colm Kelleher erhielt 2025 wie im Vorjahr ein festes Honorar von 5,5 Millionen Franken. Dieses setzt sich aus einer Barzahlung von 2,75 Millionen Franken sowie einer Aktienkomponente von ebenfalls 2,75 Millionen Franken zusammen, bestehend aus 83’525 UBS-Aktien zu einem Preis von 32,924 Franken pro Aktie.

Vizepräsident Lukas Gähwiler erhielt eine fixe Vergütung auf 1,5 Millionen Franken, ohne Nebenleistungen und Pensionskassenbeiträge.

Neuer Vergütungsansatz für die Konzernleitung

Während die Vergütung für den Group-CEO unverändert bleibt, wurde bei allen übrigen Mitgliedern der Konzernleitung ein neuer Ansatz eingeführt. Bei diesem steigt der Anteil der aufgeschobenen Vergütung progressiv mit zunehmender Höhe der leistungsabhängigen Zuteilungen. 

Zudem wurde bei der Aufteilung von LTIP (aktienbasierte Vergütung) und DCCP (abgestimmt auf AT1-Instrumente) eine Differenzierung eingeführt. Somit besteht die Möglichkeit, dass ein höherer Anteil der aufgeschobenen Vergütung in Form von LTIP gewährt wird.

Hoher Anteil an aufgeschobener Entschädigung

Mit diesem neuen Ansatz erhalten die Konzernleitungsmitglieder zwischen 20 und 35 Prozent in bar und 65 bis 80 Prozent als aufgeschobene Vergütung. Diese unterliegt während bis zu fünf Jahren dem Verfallsrisiko.

Für 2025 erhöhte sich der Pool für leistungsabhängige Zuteilungen an die Konzernleitung gegenüber dem Vorjahr um 4 Prozent. Der konzernweite Pool für leistungsabhängige Zuteilungen erhöhte sich um 10 Prozent – dies im Vergleich zu einem Reingewinn für 2025 von 7,8 Milliarden Dollar (+53 Prozent gegenüber Vorjahr), einem ausgewiesenen Vorsteuergewinn von 8,9 Milliarden Dollar  (+30 Prozent gegenüber Vorjahr) und einer ausgewiesenen RoCET1 von 10,8 Prozent (Vorjahr: 6,7 Prozent). 

Die gesamte Konzernleitung  erhält für 2025 insgesamt 145,3 Millionen Franken ausbezahlt nach 143,6 Millionen Franken im Vorjahr.