Pictet steigert Gewinn deutlich und knackt magische Grenze
Die Genfer Pictet-Gruppe hat im ersten Halbjahr 2026 laut den ungeprüften Zahlen einen Konzerngewinn von 371 Millionen Franken erzielt. Gegenüber der Vorjahresperiode entspricht dies einem Anstieg von 12 Prozent, wie das Institut am Freitag mitteilt.
Der Betriebsertrag erhöhte sich gleichzeitig um 4 Prozent auf 1,637 Milliarden Franken. Der Gesamtaufwand vor Steuern nahm mit einem Plus von 1 Prozent auf 1,165 Milliarden Franken deutlich langsamer zu.
Noch auffälliger ist allerdings die Entwicklung der Kundenvermögen.
Erstmals mehr als 1 Billion Dollar
Die von Pictet verwalteten oder verwahrten Vermögen erreichten per Ende Juni c. Gegenüber Ende 2025 entspricht dies einem Wachstum von 7 Prozent. Damit erreichten die Kundengelder einen neuen Höchststand.
In Dollar gerechnet hat Pictet damit gleichzeitig eine symbolträchtige Schwelle überschritten: Die Assets under Management and Custody beliefen sich Ende Juni auf 1,004 Billionen Dollar. Es ist das erste Mal, dass die Genfer Privatbank über der Marke von 1 Billion Dollar liegt.
Das Wachstum der Vermögen ist dabei nicht allein auf die positive Entwicklung an den Finanzmärkten zurückzuführen. Auch die Akquisition neuer Kundengelder trug dazu bei. Wie hoch der Netto-Neugeldzufluss im ersten Halbjahr konkret ausfiel, gibt Pictet allerdings nicht bekannt. Die Gruppe veröffentlicht diese Kennzahl jeweils nur für das Gesamtjahr.
Kundengelder auf Allzeithoch
«In einem von geopolitischer Unsicherheit geprägten Umfeld sind die Pictet anvertrauten Kundengelder auf ein Allzeithoch gestiegen», sagt Marc Pictet, geschäftsführender Senior-Teilhaber der Gruppe.
Das operative Ergebnis unterstreiche die Attraktivität des Geschäftsmodells und die Fähigkeit der Gruppe, ihre Kunden durch volatile und anspruchsvolle Marktphasen zu führen.
Das Verhältnis zwischen Ertrags- und Kostenentwicklung fällt dabei günstig aus. Während die Einnahmen gegenüber dem Vorjahr um 4 Prozent zunahmen, stiegen die Kosten lediglich um 1 Prozent. Der Gewinn legte entsprechend überproportional um 12 Prozent zu.
Kapitalquote deutlich über Anforderungen
Auch bei der Kapitalisierung verfügt Pictet weiterhin über einen deutlichen Puffer. Das Eigenkapital belief sich Ende Juni auf 3,17 Milliarden Franken.
Die Gesamtkapitalquote lag bei 21,9 Prozent und damit deutlich über der von der Finanzmarktaufsicht Finma geforderten Quote von 12 Prozent.
Pictet konzentriert sich ausschliesslich auf Wealth Management, Asset Management, alternative Anlagen und Asset Services. Die Gruppe betreibt weder Investmentbanking noch Kreditgeschäft.
Das 1805 gegründete Unternehmen beschäftigt weltweit rund 5’600 Mitarbeitende an 31 Standorten und gehört mit seinen mittlerweile mehr als 1 Billion Dollar an verwalteten und verwahrten Vermögen zu den führenden unabhängigen Vermögensverwaltern Europas.














