Schweizer Finanzdienstleister lanciert «Family Office Light»
Der Schweizer Finanzdienstleister smzh baut sein Anlagegeschäft aus und positioniert sich als ganzheitlicher Finanzbegleiter auch für Kunden weit unterhalb der klassischen Private-Banking-Schwellen. Bekim Laski, CFA, der seit gut einem Jahr bei smzh tätig ist, spricht von einer Demokratisierung von Anlagelösungen und Family-Office-Dienstleistungen.
Laski kam nach langjähriger Tätigkeit bei UBS und zuletzt Credit Suisse zu smzh und soll insbesondere das Anlagegeschäft strategisch ausbauen. Dieses habe in der Vergangenheit zwar bestanden, soll künftig jedoch deutlich stärker gewichtet werden, erklärt Laski im Gespräch. Der Bereich soll sich zu einer wichtigen Säule mit wiederkehrenden Erträgen entwickeln und die bestehende Beratung in den Feldern Vorsorge, Versicherungen, Immobilien und Steuern ergänzen.
Demokratisierung der Finanzservices
Im Zentrum steht dabei ein klarer Anspruch: smzh will Anlagelösungen und Beratungsansätze, die sonst meist vermögenden Kundinnen und Kunden vorbehalten sind, einer breiteren Kundschaft zugänglich machen. Das Unternehmen spricht von einem «Family Office Light für jedermann». Der persönliche Zugang sei dabei zentral – unabhängig davon, ob ein Kunde wenige tausend Franken oder mehrere Millionen anlege. «Das ist natürlich ein grosses Versprechen, aber wir sind überzeugt, dass wir da unsere Stärken am besten ausspielen und unsere Dienstleistungen unabhängig von den üblichen Segmentierungsgrenzen anbieten können», sagt Laski.
Das Angebot von smzh geht inzwischen deutlich über klassische Vorsorge- und Versicherungslösungen hinaus. Das Unternehmen versteht sich heute als ganzheitlicher Finanzbegleiter, der unter anderem die Bereiche Vorsorge- und Versicherungslösungen, Hypotheken und Immobilienberatung, Steuerdienstleistungen sowie Anlagelösungen für freies Vermögen, die Säule 3a und Freizügigkeitsgelder abdeckt. Allein im Steuerbereich bearbeitet das Unternehmen laut Laski bereits rund 4’000 Steuererklärungen pro Jahr und plant, dieses Angebot weiter auszubauen.
Verzicht auf eigene Anlageprodukte
Im Anlagegeschäft setzt smzh auf eine offene Architektur ohne eigene Produkte. In Zusammenarbeit mit Partnern bietet das Unternehmen digitale Vermögensverwaltungslösungen an, die bereits mit kleinen Beträgen zugänglich sind. Diese Portfolios werden aktiv verwaltet, basieren laut Laski je nach Risikoprofil auf sechs bis sieben ETFs beziehungsweise Indexfonds, sind trotz der kompakten Struktur breit diversifiziert und dank der passiven Anlageinstrumente kosteneffizient.
Dabei will sich smzh nicht primär über ein mögliches «Return Alpha» differenzieren, sondern über ein «Service Alpha». Gemeint ist damit die enge persönliche und ganzheitliche Begleitung der Kunden über sämtliche Finanzthemen hinweg – von Steuern über Vorsorge bis zu Immobilien und Anlagelösungen. Gerade für Kundinnen und Kunden unterhalb der klassischen Private-Banking-Grenzen ortet Laski eine Marktlücke. Viele dieser Kunden erhielten bei traditionellen Banken keine vergleichbar breite Betreuung.
App soll Kontakt ergänzen, nicht ersetzen
Ein weiterer Baustein ist die technologische Weiterentwicklung. Mit «smzh prisma» hat das Unternehmen eine eigene App lanciert, die künftig als zentrale digitale Finanzplattform dienen soll. Sie verbindet Self-Service-Funktionen für Dokumente, Policen oder Steuerunterlagen mit einer konsolidierten Vermögensübersicht, Finanzinformationen und direktem Zugang zu persönlicher Beratung. Technologie soll den persönlichen Kontakt bewusst ergänzen und nicht ersetzen, betont Laski.
smzh ist in seiner heutigen Struktur seit 2018 aktiv und nach eigenen Angaben stark gewachsen. Inzwischen beschäftigt das Unternehmen rund 200 Mitarbeitende an 13 Standorten in der Deutschschweiz. Die Standorte wurden laut Laski so dimensioniert, dass bereits heute über 400 Arbeitsplätze zur Verfügung stehen, entsprechend den langfristigen Wachstumszielen des Unternehmens.
Auch inhaltlich will smzh sichtbarer werden. Dazu gehören Markt- und Anlageeinschätzungen sowie Publikationen zu Themen wie Vorsorge, Immobilien, Finanzplanung und Vermögensaufbau. Gerade beim Finanzwissen der Schweizer Bevölkerung sieht Laski erheblichen Nachholbedarf. smzh will hier mit praxisnahen Informationen und Lösungen aktiv zur Stärkung der Finanzkompetenz beitragen.















