Infracore strebt an die Börse – Spitalimmobilien im Fokus
Infracore besitzt und bewirtschaftet laut eigenen Angaben ein Portfolio von 47 Liegenschaften an 19 Standorten in der Schweiz. Die Immobilien haben per Ende 2025 einen Wert von rund 1,4 Milliarden Franken. Gemäss Geschäftsbericht 2025 ist Aevis mit insgesamt 30 Prozent an Infracore beteiligt, Hauptaktionär ist das US-Unternehmen Medical Properties Trust (MPT) mit 70 Prozent.
Investitionen von mehr als 300 Millionen Franken
Für das Geschäftsjahr 2025 erzielte Infracore Mieterträge von 66,1 Millionen Franken. Die Leerstandsquote lag bei tiefen 1,3 Prozent. Mittelfristig stellt das Unternehmen zudem Investitionen von mehr als 300 Millionen Franken für Akquisitionen und in Aussicht. Im Jahr 2025 machten Mietverträge mit einzelnen Kliniken des Swiss Medical Network 89,4 Prozent der Mieteinnahmen aus, während weitere 3,6 Prozent mit anderen Mietern aus der AEVIS-VICTORIA-Gruppe erzielt wurden.
Unter Berücksichtigung der angekündigten Sale-and-Leaseback-Transaktion mit dem See-Spital in Horgen und dem geplanten Mieterwechsel in der Privatklinik Lindberg werde der Anteil von Swiss Medical Network an den gesamten Mieterträgen auf voraussichtlich rund 77,5 Prozent sinken, heisst es. Die Mietverträge seien langfristig angelegt und an die Inflation gekoppelt.
Laut eigenen Angaben strebt die Gesellschaft eine nachhaltige, attraktive Dividendenpolitik mit einer Bruttoausschüttungsquote von mindestens 80 Prozent pro Jahr an. Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet Infracore mit einer Dividende in der Höhe von rund 45 Millionen Franken.
Darlehen zurückzahlen
Den Emissionserlös will die Gesellschaft vor allem für den Ausbau dieser Transaktionspipeline sowie für die Rückzahlung eines Aktionärsdarlehens von rund 55 Millionen Franken einsetzen. Weitere Mittel sollen in Entwicklungsprojekte und die Finanzierung des künftigen Wachstums fliessen.
Unterstützung erhält die geplante Kotierung von zwei institutionellen Investoren. Cohen & Steers sowie Swiss Finance & Property haben sich verpflichtet, im Rahmen des Angebots Aktien im Umfang von insgesamt 75 bis 80 Millionen Franken zu erwerben.
Der Börsengang soll laut Unternehmen in den kommenden Wochen erfolgen – abhängig vom Marktumfeld. Begleitet werde der Börsengang von der Citigroup und der Zürcher Kantonalbank.














