Meilenstein für Maerki Baumann in Abu Dhabi

Maerki Baumann hat am Mittwoch ihren Middle East Hub in Abu Dhabi im Beisein von Carole Schmied-Syz, Vizepräsidentin des Verwaltungsrates von Maerki Baumann & Co. und Vertretern der Aufsichtsbehörde feierlich eingeweiht. Das Institut hat von der Financial Services Regulatory Authority (FSRA) des Abu Dhabi Global Market (ADGM) die entsprechende Bewilligung erhalten. Mit diesem Schritt baut die Schweizer Privatbank ihre geografische Präsenz gezielt über den europäischen Markt hinaus aus und etabliert einen lokalen Hub im Nahen Osten.

Das Lizenzverfahren konnte in weniger als einem Jahr abgeschlossen werden. «Das entspricht einer für solche Projekte sehr effizienten Vorgehensweise», wie CEO Stephan A. Zwahlen gegenüber finews betont.

Der neue Middle East Hub operiert unter der Marke «Archip by Maerki Baumann» und bündelt das Angebot der Bank für Technologie-, Blockchain- und Krypto-Unternehmen. Die Bank will diesen Zugang zu zentraler Finanzinfrastruktur verschaffen und sich als Bankpartner in einem zunehmend regulierten Umfeld etablieren. Das Leistungsspektrum umfasst unter anderem Firmenkonten, Liquiditätsmanagement sowie umfassende Dienstleistungen in den Bereichen Handel, Verwahrung, Staking und Management digitaler Vermögenswerte für private, institutionelle und Unternehmenskunden.

Einer der Väter der Krypto-Strategie leitet Middle East Hub

Mit der lokalen Präsenz in Abu Dhabi richtet sich Maerki Baumann gezielt an Web3- und andere technologieorientierte Kunden in der Region. Die Kundenbetreuung erfolgt vor Ort durch Relationship Manager, während die operative Leistungserbringung durch das Tech-Banking-Team in Zürich sichergestellt wird. Dieses verfügt über langjährige Erfahrung in der Betreuung von mehreren hundert Technologie- und Krypto-Unternehmen.

Geleitet wird der Middle East Hub von Andreas Fröhlicher. Er  war bisher General Counsel sowie Head Legal & Compliance bei der Zürcher Privatbank und hat die Krypto-Strategie der Bank seit 2019 massgeblich mitgeprägt. Fröhlicher berichtet an Lukas S. Risi, Deputy CEO und Head Private Banking. Fröhlicher wird zusammen mit seinem Stellvertreter Anil Sethi die Martbearbeitung vor Ort vornehmen. Anil Sethi lebt seit rund 15 Jahren im Mittleren Osten und war vor seinem Einstieg bei Maerki Baumann in verschiedenen Finanzinstituten in der Region tätig. Man habe ganz bewusst ein fokussiertes Setup gewählt, so Zwahlen. Pläne für weitere Standorte im Middle East bestehen denn derzeit nicht.

Pionierin unter den Schweizer Banken

Der CEO spricht von einem «strategisch wichtigen Meilenstein» für die Bank: «Die Internationalisierung des Tech Banking unterstreicht unser langfristiges Engagement, Unternehmen aus dem Technologieumfeld erstklassige Bankdienstleistungen anzubieten», sagt Zwahlen. Die Nähe zu den Kunden im Nahen Osten werde dabei mit der etablierten Expertise und Servicequalität aus der Schweiz kombiniert.

Maerki Baumann hatte bereits 2019 den strategischen Schritt in den Bereich digitaler Vermögenswerte vollzogen. Seither hat sich die familiengeführte Privatbank als eine der Pionierinnen unter den Schweizer Banken im Krypto-Segment etabliert und eine Brücke zwischen klassischem Private Banking und der digitalen Asset-Ökonomie geschlagen. Heute betreut die Bank mehrere hundert private und institutionelle Kunden aus der Krypto-Community und kombiniert traditionelle Schweizer Bankdienstleistungen mit innovativen digitalen Lösungen.