Postfinance dank Sondereffekt klar in den schwarzen Zahlen
Im Rahmen des Abschlusses der Post vom Donnerstag hat auch die Postfinance ihren Geschäftsbericht 2025 vorgelegt. Wie schon in den Vorjahren ist die systemrelevante Bank eine Stütze für den Konzern. Dessen Gewinn sank um 20 Millionen Franken auf 315 Millionen Franken. Konzernleiter Pascal Grieder: «Ohne den Beitrag von Postfinance läge das Betriebsergebnis des Konzerns nahe bei der schwarzen Null.»
Der Gewinn der Postfinance beträgt 282 Millionen Franken (Vorjahr: 120 Millionen). Die Anzahl Kunden war leicht rückläufig (von 2,40 auf 2,39 Millionen), die Kundenvermögen nahmen von 106,6 auf 112,8 Milliarden Franken zu, davon entfallen 20,3 bzw. 23 Milliarden Franken auf das zinsindifferente Geschäft. Die Bilanzsumme blieb mit 104,4 Milliarden nahe dem Vorjahreswert (104,8 Milliarden). Der Personalbestand nahm leicht ab, von 3'527 auf 3'464.
Im Zinsgeschäft steigerte die Postfinance den Nettoerfolg von 457 auf 583 Millionen Franken. Angesichts der guten Börsenentwicklung etwas antizyklisch bildete sich dagegen das Ergebnis aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft zurück, von 404 Millionen auf 343 Millionen Franken. Geringfügig tiefer lag der Handelserfolg (216 statt 230 Millionen).
Yuh und Swissquote schenken ein
Während der Personalaufwand von 509 auf 527 Millionen Franken kletterte, bildete sich der Sachaufwand deutlich zurück (408 statt 500 Millionen). Der Geschäftserfolg verdoppelte sich auf 222 Millionen Franken. Die Cost-Income-Ratio verbesserte sich von 84,1 auf 74,6 Prozent.
Die Postfinance erweiterte 2025 ihr Angebote mit passiven Vorsorgefonds, Fractional Trading und der Erweiterung der Kryptopalette inklusive Staking. Zudem trennte sie sich aus strategischen Gründen von der Beteiligung an Yuh. Das brachte, zusammen mit der Veräusserung von Swissquote-Aktien (Abbau der Beteiligung von 5 auf 1,5 Prozent), einen ausserordentlichen Ertrag, der mit 285 Millionen Franken ein Mehrfaches über dem Vorjahreswert (39 Millionen) liegt – ohne diesen Sondereffekt hätte die Bank womöglich gar keinen Gewinn erzielt.
Wünsche an die Finma
Die Veränderungen in den Zahlungsgewohnheiten spiegeln sich auch im Geschäftsbericht. Die Schaltereinzahlungen gingen 2025 um 10 Prozent zurück, die Bargeldbezüge sanken um 8 Prozent. Das erklärt teilweise auch den Rückgang im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft.
Mit Blick auf die Revision der Too-big-to-fail-Regulierung wünscht sich Postfinance, «dass Kriterien wie Geschäftsmodell, Risikoprofil und Unternehmensgrösse angemessen berücksichtigt werden und dass bestehende gesetzliche Vorgaben bestehen bleiben».















