Hat persönliche Beratung Zukunft? – Das sagen 13 Bankenchefs

Oliver Buomberger, Stv. CEO & COO, Saxo Bank Schweiz:


Portfoliooptimierung: Oliver Buomberger. (Bild: zVg)

Die persönliche Anlageberatung im Wealth Management steht nicht vor dem Ende, sondern vor einer klaren Fokussierung. Gerade für ultravermögende Kunden wird sie wichtiger denn je. Denn ihr Leben wird komplexer, internationaler und zunehmend von individuellen Anforderungen geprägt. Gefragt sind daher nicht Produktverkäufer, sondern Sparringpartner auf Augenhöhe. Berater müssen Nachfolgeplanung, steuerliche Strukturierung sowie grenzüberschreitende Vermögensorganisation umfassend verstehen und vernetzt denken können.

Die klassische Anlageberatung rund um Aktienmärkte verliert hingegen an Bedeutung. Über digitale Handelsplattformen investieren Kunden heute schneller, effizienter und kostengünstiger. Gleichzeitig liefern leistungsfähige und frei zugängliche KI-Tools fundierte Vorschläge zur Portfoliooptimierung.

Mehrwert klar nachweisen

Banken, die weiterhin hohe oder teilweise versteckte Gebühren für einfache Aktien- und ETF-Allokationen oder standardisierte Modellportfolios verlangen, geraten dadurch zunehmend unter Druck. Mehrwert werden sie künftig deutlich klarer nachweisen müssen. Für Standardinvestments werden deshalb immer mehr Anleger auf digitale Lösungen setzen.

Die Zukunft der persönlichen Beratung im Wealth Management liegt somit nicht primär in der Produktauswahl, sondern in der ganzheitlichen Begleitung komplexer Vermögens- und Lebenssituationen. Genau dort entsteht der wahre Mehrwert.


Lesen Sie auf der nächsten Seite das Statement von Franco Polloni, Head Switzerland & Italy Region, EFG International.